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Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 4: The day you were gone Part II

Kapitel 4: The day you were gone

Part II

 

„Und dann haben wir ein Termin abgemacht, am Montag nach der Schule…“, beendete ich meine Erzählung des Gesprächs zwischen mir und Mrs. Foreston. Makoto saß neben mir im Gras und schaute nachdenklich auf die Koppel ein paar Meter weiter, unter uns. Es war ein herrlicher Nachmittag, obwohl es Winter war, und so standen einige Pferde draußen und grasten gemütlich. Wie Makoto es geschafft hatte, mich hierher zu bringen und mich überredete, reiten zu lernen, war mir bis heute ein Rätsel… Doch die Pferde hatten etwas Beruhigendes und irgendwie tröstendes an sich…

„Na siehst du, das hört sich doch gut an! Ich denke, das wird noch was richtig Großes.“, sagte Makoto nach einer kurzes Pause und lächelte zufrieden. Er war immer ziemlich ruhig und gelassen, wenn er hier war. Er liebte einfach Pferde. Ich lächelte auch leicht und lehnte mich zurück ins Gras. Es war herrlich einfach nur mal hier zu liegen und die Ruhe und den Frieden, der hier herrschte, in sich einzusaugen.

„Übrigens: Dark Jane bekommt in den nächsten Tagen wahrscheinlich ihr Fohlen…Sie ist schon ziemlich nervös…“, bemerkte er und kicherte.

Dark Jane war die temperamentvollste Stute auf dem ganzen Gestüt. Sie war nur Makoto und mir gegenüber einigermaßen freundlich, was mich immer wieder wunderte. Es kam mir wirklich manchmal so vor, als würde Jane mit mir flirten… Ich musste wahrscheinlich schon total übergeschnappt sein… Aber wenigstens fühlte ich mich nicht so alleine, wenn ich mit Jane ausritt oder mich um sie kümmerte. Manchmal lag ich auch einfach nur im Stroh bei ihr und beobachtete, wie sie mich anstarrte. Irgendwie sah sie mich immer aufmunternd an…

Haha, ich musste wirklich verrückt sein!

„Hm…“, machte ich und starrte in die Wolken, die langsam am Himmel vorbei zogen.

„Versprichst du mir was?“, fragte Makoto plötzlich und ich schaute überrascht in seine Richtung.

„Hm?“

„Bitte kümmer dich doppelt so gut um ihr Fohlen, während ich in Europa bin! Du weißt ja, ich mach 3 Wochen Urlaub dort mit Mireille. Ich mach mir Sorgen um das Fohlen und um Jane.“, bat er und wurde etwas rot. Ich musste kichern. Makoto hing wirklich an den Pferden und liebte sie!

„Ach so…Okay, wenn´s nur das ist. Verlass dich auf mich, bei mir werden sich beide Wohl fühlen!“, versicherte ich ihm und schloss die Augen. Ich wusste das meinem besten Freund fiel an diesem Versprechen lag und ich würde es auch mit Sicherheit halten.

„Danke…“, murmelte Makoto und schweigend lauschten wir dem Rascheln der wenigen Blätter an den Bäumen und dem Schnauben der Pferde.

 

Ich saß auf Dark Janes Rücken und blendete alle Gedanken aus meinem Kopf aus, konzentrierte mich allein auf die Stute unter mir. Ich spürte die Freundschaft zwischen uns, auch wenn es mir albern und kindisch vorkam, mich mit einem Tier anzufreunden, und war froh, dass ich mit dem Reiten schon ganz gut klar kam. Makoto saß einige Meter neben mir auf seiner Lieblingstute, Dylianja. Sie hatte wunderschönes, Kupferfarbenes Fell und eine Lange, dunkelbraune Mähne. Auf der Nase hatte sie einen kleinen, weißen Fleck, genau wie Dark Jane.

Doch ich mochte Jane immer noch am liebsten: Ihr wunderschönes, glänzend schwarzes Fell und Mähne, und diesen Wachsamen, wilden und doch freundlichen Blick. Ich spürte Janes geschmeidige Bewegungen unter mir. Ich liebte es ohne Sattel zu reiten, was ich erstaunlicherweise sogar leichter fand als mit Sattel.

„Wie wäre es, wenn wir ein bisschen Galoppieren?“, fragte Makoto und grinste über beide Ohren. Ich nickte begeistert und im nächsten Augenblick preschten Dylianja und Jane durch die Wiese. Der Wind peitschte mir ins Gesicht, doch ich liebte dieses freie Gefühl. Lachend verlangsamten wir den Lauf unserer Pferde und trafen auf dem Hof ein. Ich war Makoto definitiv Dankbar, dass er mich damals zu dieser ersten Reitstunde gezwungen hatte…

 

Takashi merkte erst seine Erschöpfung, als er zu Hause war. Noch nie hatte er sich so erleichtert gefühlt, wenn einer der „Dates“ mit seiner Mutter zu Ende war. Er versuchte erst einmal alles Geschehene auszublenden, dann legte er sich ins Bett und machte die Nachttischlampe aus. Zum Glück schlief er fast augenblicklich ein.

Am nächsten Tag in der Schule, mied es Takashi Aiko anzusehen. Es war ihm peinlich, dass sie ihn gestern so gesehen hatte und er hoffte, sie würde es niemandem erzählen.

Da er von niemandem irgendwie darauf angesprochen wurde, müsste Aiko wohl wirklich nichts gesagt haben und er atmete erleichtert auf.

 

Es war gerade Englisch, als plötzlich eine der Sekretärinnen des Sekretariats der Schule an der Klassentür klopfte.

„Ich soll Yuki Ichigatsu ins Sekretariat bitten. Angeblich haben sie dort einen Anruf erhalten, der sehr wichtig scheint.“, sagte sie und schaute Yuki irgendwie komisch an. Verwundert starrte Takashi die Sekretärin an. Yuki stand währenddessen auf und folgte der Frau ins Sekretariat.

Lautes Flüstern machten sich im Klassensaal breit und die Englischlehrerin, Mrs Felton, musste mehrmals um Ruhe bitten, damit sie weiter unterrichten konnte.

 

Ich fragte mich nervös was ich angestellt haben musste, dass mich jemand in der Schule anrief. War es meine Mutter? Hatte sie vielleicht von dem Gesangsunterricht erfahren? Aber wie sollte das passiert sein, ich hatte doch noch nicht mal meine erste Stunde hinter mich!

„Du hast nichts angestellt, keine Angst…“, flüsterte die Sekretärin neben mir und ich schaute sie überrascht an. Sie schien meine Gedanken gelesen zu haben… Komische Frau…

„Es ist deine Oma, die am Telefon ist. Sie ist ziemlich aufgelöst, es soll angeblich irgendetwas passiert sein.“, erzählte sie weiter.

Irgendwie schien sie sehr freundlich, aber  es war immer noch ziemlich seltsam, wie sie immer genau das sagte, was jemand gerade in Gedanken wissen wollte.

Sie lächelte mir nochmal aufmunternd zu, dann hielt sie mir die Tür des Sekretariats offen und schob mich leicht vorwärts. Die Tür fiel hinter mir zu.

Mit ernstem Gesicht saß Mrs. Tyson, die „Chefsekretärin“, an ihrem Schreibtisch. Sie hielt mir das Telefon hin und ich nahm es an. Irgendwie war wieder diese schlechte Vorahnung da…

„Hallo?“, meldete ich mich zögernd und schaute Mrs. Tyson unsicher an. Sie wies mit der Hand zum Ruheraum, der mit dem Sekretariat verbunden war. Ich ging hinein, während meine Oma sich meldete.

„Ich bin´s, deine Oma! Yuki, ich…Also ich hab schlechte Nachrichten…“, begann sie und ich merkte wie ihre Stimme zitterte. Ich spürte fast den Schock, der in ihrer Stimme lag. Verängstigt atmete ich einmal tief ein und aus.

„Ja, was ist denn los? Du klingst irgendwie seltsam…Geht´s dir gut? Ist irgendwas im Haus passiert?“, fragte ich.

Ich hörte Oma seufzen. Ich spürte, dass sie weinte.

„Makoto… Er hatte anscheinend einen Unfall… Er wurde ins Krankenhaus gebracht und liegt anscheinend im Koma.“

 

Der Unterricht war schon fast zu Ende, als Yuki wieder in die Klasse kam. Takashi konnte sein Gesicht nicht sehen als er Mrs. Felton einen Brief abgab und zu seinem Platz ging, um seine Sachen zu holen. Doch Takashi meinte Tränen seine Wange runter laufen gesehen zu haben, als Yuki an Takashis Platz vorbei hastete. Yuki verließ ohne ein weiteres Wort den Raum und ging wahrscheinlich nach Hause.

Bestürzt fragte Takashi sich, was wohl passiert war.

 

Als ich im Krankenhaus ankam, in dem Makoto untergebracht war, traf ich am Eingang auf meine Oma. Natsugi Ichigatsu sah ziemlich mitgenommen aus und wirkte zum ersten Mal, seit ich bei ihr wohnte, alt.

„Oma!“, rief ich und wurde direkt von ihr umarmt. Ich wusste, dass meine Oma immer sehr empfindlich solchen Dingen gegenüber war, doch sie so zu sehen schockte mich doch ziemlich. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.

„Oma, beruhige dich…“, murmelte ich und tätschelte leicht ihren Rücken.

„Gehen wir…rein…Mireille ist auch da…Sie kann dir genau erzählen, was passiert ist…Sie war dabei.“, flüsterte Oma und sie zog mich an der Hand in das Gebäude rein.

Makoto lag auf der Intensivstation und da er sich in extrem kritischen Zustand befand, durfte niemand außer der Doktor und die Krankenschwestern in seine Nähe.

Mireille saß völlig aufgelöst im Warteraum, als wir diesen betraten. Noch nie hatte ich Mireille weinen sehen. Sie schien mir einfach nicht der Typ zum weinen…

„Mireille…“, sagte ich leise und sie schaute auf. Ihre Augen waren rot und sie weinte immer noch, ihre Haare waren zerzaust. Sie räusperte sich und versuchte ihre Tränen wegzuwischen.

„Yuki… Natsugi-san… Hallo…“, sagte sie und versuchte ihre Stimme dabei so ruhig wie möglich zu halten. Man hörte nur ein leichtes zitternd, doch für Mireille war das schon zu viel.

„Wie geht es ihm?“, fragte Oma und setzte sich neben sie. Natsugi legte Mireille mitfühlend einen Arm um die Schultern und verlegen sah ich, wie neue Tränen Mireilles Wangen hinab liefen.

„Er ist noch nicht aufgewacht, was aber im Moment für ihn besser ist… Er hat beide Beine und Arme gebrochen, dazu einige Rippen… Außerdem sagt der Arzt, Makoto habe ziemlich schlimme, Innere Blutungen, die schwer zu behandeln seien…“, erzählte Mireille leise mit erstickter Stimme.

Ich wollte eigentlich nicht vor jemandem weinen, aber ich spürte, ohne es verhindern zu können, wie meine Augen nass wurden.

„Gibt es… denn…“, setzte Oma zögernd an. Sowohl Mireille als auch ich wussten, was sie fragen wollte.

„Der Arzt sagt, die Chancen seien zwar gering, doch sie wären vorhanden. Er wird alles tun, was in seiner Macht steht, um Makoto zu retten…“

Ich setzte mich auf den anderen freien Platz neben Mireille. Irgendwie waren meine Gefühle alle auf Stumm gesetzt. Ich spürte im Moment rein gar nichts, nur eine leere, die in meinem Herzen drückte. Die düstere Stimmung drückte gegen meine Ohren und ich musste mich auf das Atmen konzentrieren.

Es schien unendlich viel Zeit zu vergehen, die Minuten zogen sich dahin wie Kaugummi und wollten einfach nicht vergehen.

 

Aiko saß verwundert auf ihrem Platz in Chemie. Yuki war nicht da. Vielleicht war er ja in Englisch gegangen, denn Aiko hatte einen anderen Englischkurs als Yuki. Sie saß neben Takashi Ichida, was sich in dem Moment als ziemlich nützlich erwies, obwohl es ihr nach dem ungewollten Date peinlich war, mit ihm zu reden.

„Hey…Ichida-kun…“, flüsterte sie in seine Richtung und überrascht schaute Takashi sie an.

„Du warst doch in Englisch mit Yuki in einem Klassenraum… Wo ist er?“, flüsterte sie. Sie sah, wie Takashis Gesicht sich verhärtete und erschrak.

„Was weiß ich! Frag ihn Morgen doch selbst!“, zischte er leise und schaute aus dem Fenster.

Aiko seufzte.

„Tut mir Leid…Ich dachte nur du wüsstest vielleicht etwas…“, murmelte sie leise, ungewollt von Takashi gehört.

„Er ist früher nach hause gegangen, nachdem er ein Anruf im Sekretariat entgegen nahm… Mehr weiß ich auch nicht… Lass mich in Ruhe!“, antwortete Takashi leise, ziemlich gereizt klingend.

Aiko wurde rot und starrte auf die Tafel. Wenigstens wusste sie jetzt mehr.

 

Zuerst war Takashi überrascht, als Aiko ihn angesprochen hatte, doch jetzt war er verärgert.

Warum musste sie ausgerechnet ihn über Yuki fragen? Konnte sie nicht Hailey, die auch neben Aiko saß, fragen? Irritiert versuchte er sich auf den Unterricht zu konzentrieren, doch es störte ihn, dass Aiko so von ihm eingeschüchtert war. Es war das erste Mal, das er so fühlte.

Er seufzte ein bisschen zu laut, denn der Chemielehrer schaute ihn missbilligend an, sagte jedoch zum Glück nichts. Nachdenklich starrte Takashi zur Tafel, ohne die Aufgaben dort wirklich zu sehen.

Er musste zugeben, dass ihn doch interessierte, warum Yuki heulend aus der Klasse gehastet war. Das sah diesem Idioten gar nicht ähnlich, denn Yuki Ichigatsu hatte noch nie vor seinen Mitschülern geweint.

Egal wie sehr Takashi und seine Gang ihn auch mobbten.

 

Als der Arzt endlich aus der Intensivstation kam, waren kaum 20 Minuten vergangen, doch es kam mir so vor wie eine Ewigkeit.

„Sind sie Familienangehörige?“, fragte der Arzt meine Oma und mich verwundert.

Oma schüttelte den Kopf.

„Nein, aber wie sind so was wie eine zweite Familie. Wie geht es Makoto?“, fragte Natsugi und schaute den Arzt ernst an. Dieser seufzte tief und kratzte sich am Kopf.

„Ich möchte ehrlich sein: die Chancen stehen 10 zu 100, das Makoto überlebt. Die Inneren Blutungen sind zwar gestoppt, doch er hat viel Blut verloren und seine Wirbelsäule wurde auch geprellt. Wenn er überleben sollte, wird er vom Oberkörper hinab total gelähmt sein…“, erklärte uns der Arzt. Entsetzt starrten wir den Mann vor uns im weißen Kittel an.

„Ist er immer noch im Koma?“, fragte Mireille zaghaft. Ihre Stimme zitterte.

„Ja. Das ist in der derzeitigen Lage auch besser so, da die Schmerzen sonst für ihn unerträglich wären, und zu viel Morphium für ihn tödlich sein kann. Doch sein Koma ist auch sehr gefährlich.“, antwortete der Arzt ruhig. Das dieser Mann so gelassen sein kann… Obwohl er solche Patienten jeden Tag behandeln musste. Das war schon ein Wunder.

Plötzlich fiel Mireille vor dem Arzt auf die Knie.

„Bitte, retten sie ihn. Er ist mein Ein und Alles! Ich liebe ihn so sehr, bitte, ich flehe sie an, retten sie ihn!“, flüsterte sie heiser unter Tränen. Sie zitterte am ganzen Körper und verbarg ihr Gesicht in den Händen.

Der Arzt legte dem Mädchen seine Hand auf den Kopf und schaute sie liebevoll an.

„Junge Frau, ich werde, das ist ein Versprechen, alles Mögliche tun, um ihren Freund zu retten. Bitte ruhen sie sich aus und tanken sie neue Kraft, denn ihr Freund braucht jetzt Kraft und Unterstützung.“, sagte er mit ruhiger, sanfter Stimme. Sein Tonfall wirkte beruhigend und gab jedem von uns neue Hoffnung.

 

Als der junge Arzt den OP-Saal betrat, musste er erst seine Gedanken ordnen. Es war sein Job, die Mitleidenden des Patienten zu beruhigen, doch es war ziemlich schwer, wenn der Patient schon so gut wie tot war. Doch das Versprechen, das er diesem Mädchen gegeben hatte, wollte er voll und ganz erfüllen. Er tat das was in seiner Macht stand, den Rest legte er in die Hand des Schicksals.

 

Ich fuhr mit der U-Bahn nach Hause um schnell meine Hausaufgaben zu erledigen, zu duschen und mich umzuziehen. Dann ging ich direkt wieder ins Krankenhaus, denn ich wollte Makoto auf keinen Fall im Stich lassen. Ich spürte langsam, wie sich meine Gefühle ihren Weg zu meinem Gehirn bahnten und die Situation zu begreifen begannen. Ich spürte, wie die erwartete Verlorenheit kam, wie mein Herz sich schmerzhaft zusammen zog und die Tränen sich langsam ihren Weg schafften. Bevor ich das Wartezimmer betrat, sammelte ich mich noch einige Minuten um nicht los zu heulen, dann ging ich hinein.

Diesmal saßen noch andere Personen auf den Grauen Sitzen.

„Aiko Mizushi?“ Ich starrte meine Schulkollegin überrascht an. Neben ihr saß ein kleiner, ziemlich süßer Junge, der schon fast eingeschlafen war.

Aiko lächelte mich schüchtern an.

„Hallo…Ich hab von deinem Freund gehört…Da bin ich einfach mit meinem kleinem Bruder, Daiki, hergekommen…“, sagte sie leise, um ihren Bruder nicht aufzuschrecken. Ich setzte mich verwundert neben ihren Bruder.

„Achso…Danke.“, antwortete ich ebenso leise und schaute zu Mireille rüber. Sie sah mittlerweile ziemlich übermüdet aus und sie hatte Augenringe vom vielen Weinen. Sie lehnte erschöpft an meiner Oma ihrer Schulter und ihre Augen waren geschlossen, doch sie schlief nicht. Wie sollte sie auch?

Meine Oma sah nicht ganz so schlimm wie Mireille aus, sie wirkte ziemlich erschöpft und deprimiert. Sie nickte mir zu und winkte mich zu sich.

„Yuki, ich denke du solltest dich mal ein bisschen um Mireille kümmern…Ich muss noch schnell nach Hause, um ein paar Termine abzusagen…“, flüsterte sie, als ich mich neben sie saß.

Ich nickte zögernd und Mireille schlug die Augen auf.

„Entschuldige, Natsugi-san… Ich wollte dir keinen Ärger bereiten…“, sagte sie mit heiserer Stimme und schaute verlegen zu meiner Oma.

„Aber, aber, du hast mir keinen Ärger bereitet. Ganz und gar nicht. Ruhe dich erst mal aus, schlaf ein bisschen. Yuki bleibt ja jetzt hier und ich komme sobald es geht nochmal her.“, beruhigte Natsugi sie und stand auf. Mireille nickte und lehnte ihren Kopf gegen die Wand, an der ihr Stuhl stand. Ich setzte mich zwischen sie und Aiko, die ihrem Bruder leicht über den Kopf strich.

„Du musst nicht hierbleiben… Du hast doch bestimmt noch viel zu tun und du kennst Makoto doch nicht einmal… Es ist schon lieb genug, dass du hier warst…“, sagte ich leise zu ihr, doch sie schüttelte den Kopf.

„Nein, ich möchte bleiben. Ich hab schon das wichtigste erledigt, also ist es nicht so schlimm. Was Makoto betrifft, ich kenne ihn zwar nicht, aber er ist doch dein bester Freund, wenn ich mich nicht irre? Ich kenne dich… Naja, ein wenig…“, fügte sie leicht errötend hinzu und ich musste lächeln, auch wenn es nur ein halbherziges Lächeln war.

Oma hatte schon den Raum verlassen, und so saßen wir zu viert hier und warteten auf irgendein Wunder.

8.3.10 20:27
 


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