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Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 4: The day you were gone Part I

The day you were gone

 

Still remembering all of you

Wondering how it would be

If it didn´t end like this…

 

I won´t forget you,

Won´t forget all we did go through, together…

Ohoh…

 

But the pain, that you leave behind,

It won´t let me see you again,

You left a bit of loneliness behind,

Can´t get you out of my mind…

 

It starts with the day…

The day you were gone,

You never said goodbye, I never said it too

The day, oh the day you were gone

Was the day you woke me up

You rescued my soul

And showed me the reality…

The day you were gone.

 

I know I would never be able to go back,

I can´t change what´s past,

So must move on,

Keep my promise save,

And keep the memories in my heart,

For your and my sake,

I will keep going on…

Yeah!

 

Still remembering all of you

Wondering how it would be

If it didn´t end like this…

 

I won´t forget you,

Won´t forget all we did go through, together…

Ohoh…

 

It starts with the day…

The day you were gone,

You never said goodbye, I never said it too

The day, oh the day you were gone

Was the day you woke me up

You rescued my soul

And showed me the reality…

The day you were gone…

(The day you were gone)

 

The day you…were gone…

 

Ich saß in meinem Zimmer und schrieb gerade an einem neuen Song, als plötzlich das Telefon klingelte. Da ich alleine zu Hause war, ging ich dran.

„Ichigatsu, Hallo?“, meldete ich mich und zuckte zusammen, als ich die vertraute und doch fremde Stimme erkannte.

„Ja, ich bin´s, Yuki. Ist deine Oma zu Hause?“, fragte meine Mutter. Ich verbarg meine Enttäuschung so gut wie möglich.

„Nein…Sie ist in die Stadt einkaufen gegangen…Soll ich ihr was ausrichten?“

Kurzes Zögern.

„Nein, nein. Ich muss es dir sowieso sagen. Also, ich werde in drei Monaten zu euch ziehen. Ich brauche eine Auszeit von dem Leben hier und würde mich gerne bei euch ausruhen…“, erzählte Reika Ichigatsu mir in beiläufigem Ton. Ich konnte nichts antworten, was im Moment sowieso nicht möglich war, da sie weiter sprach.

„Natürlich werde ich darauf achten, die Medien nicht auf euch zu hetzen, ihr werdet also weiter in Ruhe leben können und du wirst weiter normal zur Schule gehen. Ich hoffe du hast niemandem erzählt, dass ich deine Mutter bin?“, fragte sie.

Ich seufzte.

„Nein, Mutter. Niemand weiß darüber bescheid außer Oma und der Schulleiterin. Die anderen reimen sich alle irgendwas zusammen.“, antwortete ich und schaute traurig aus dem Fenster. „Aber wird es nicht auffallen, wenn du bei uns wohnst? Ich meine, angeblich sind Reporter ja überall…“

„Keine Angst, ich hab meine Mittel. Ich muss dann auflegen, ich rufe dann später nochmal an. Sag aber bitte Mutter bescheid, dass ich angerufen hab. Sie weiß dann sofort um was es geht.“, sagte sie.

Na toll, alle wussten schon bescheid außer mir…Was soll´s, war ja nichts Neues.

„In Ordnung. Bis dann…“, verabschiedete ich mich und legte nach ihrer Antwort auf.

Ja, so liefen unsere Telefongespräche meist ab…Kein „Hallo, wie geht es dir?“, oder „was macht die Schule? Wie sind deine Noten.“. Das war schon immer so und würde sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

 

Ich beschloss noch kurz in die Stadt zu gehen um mir neue CDs zu kaufen und traf dort zufällig auf Makoto und seiner Freundin, Mireille.

„He, wenn das mal nicht Yuki is! Na, wie geht´s? Ich wette du gehst dir neue CDs kaufen!“, begrüßte er mich und ich nickte.

„Hallo, Yuki-kun.“, begrüßte mich Mireille und lächelte leicht.

Ich grüßte zurück und erzählte Makoto von dem Gespräch mit meiner Mutter.

„Na, die ist aber wirklich so wie immer! Mach dir nichts draus, vielleicht könnt ihr euch dann näher kommen. Freu dich einfach drauf, endlich mal deine Mutter für dich zu haben!“, bemerkte Makoto und zwinkerte.

Ich lachte.

„Okay, okay. Ich geh dann mal weiter, sonst mutiert meine Oma noch zur Furie. Viel Spaß noch bei eurem Date!“, sagte ich und ging in Richtung Kaufhaus. Ich hörte noch Mireille rufen:

„He, das ist kein Date!“ und musste grinsen. Mireille war sehr…Jungenhaft und musste sich noch erst mal klar werden, dass sie mit Makoto ausging. Es war immer sehr lustig den beiden zuzuschauen, wenn die zum Beispiel zusammen ausritten oder in der Stadt zusammen bummeln. Ich musste immer ein Grinsen unterdrücken.

Ich fand die neuen CDs auf anhieb und kaufte mir gleich 4 CDs. Außerdem fand ich noch ein sehr interessantes Buch über Musikgeschichte im Angebot und freute mich schon auf den morgigen Musikunterricht in der Schule.

 

Ich hörte, wie Oma mit jemandem am Telefon diskutierte als ich die Haustür aufschloss.

„Du weißt, dass du nicht ewig so handeln kannst! Sei doch endlich mal ehrlich zu dir und deinem Sohn! Du kannst nicht immer nur auf Distanz bleiben!“, sagte Oma laut und ich sah, wie wütend sie war. Ich glaube es war besser, mich erst mal zurück zuziehen, doch sie entdeckte mich und winkte mich zu sich.

„Er ist da, ich lege jetzt auf. Wir reden ein anderes Mal nochmal, wenn du mehr Zeit hast. Ich rufe dich an. Tschüss!“

Ich beobachtete wie Oma den Telefonhörer ziemlich heftig auflegte und zuckte zusammen.

„Tut mir Leid, Yuki! Ich hatte eine kleine Auseinandersetzung mit deiner lieben Mutter…Erst mal Hallo! Na, hast du heute Spaß in der Schule gehabt?“

Es wunderte mich immer wieder, wie Oma so schnell von wütend auf Herzensfreundlich wechseln konnte. Es war ja schon beinahe beängstigend…

„Hallo, Oma. Ich bin gerade von der Stadt zurück, Mutter hat vorher noch kurz mit mir gesprochen…Tut mir leid, ich sollte dir Bescheid sagen.“, murmelte ich verlegen.

Doch sie seufzte nur.

„Ja, ich hatte mir schon gedacht, dass sie heute anrufen würde. Du warst ja nicht da, um mir Bescheid zu sagen, also musst du dich auch nicht endschuldigen. Du kannst raus, wann du willst! Dann weißt du auch über ihre „Ruhepause“ Bescheid?“

Ich nickte.

„Ja, so sieht´s im Moment aus. Ich freue mich eigentlich darüber, sie endlich mal wieder bei mir zu haben, doch nicht unter solchen Umständen!“, sagte sie leise und ich war mir nicht sicher, ob sie zu mir Sprach oder zu sich selbst.

„Oma, Makoto hat gesagt, das wäre eine gute Gelegenheit uns näher zu kommen, und ich finde er hat recht. Reg dich doch nicht so auf, es ist doch eigentlich schön, Mutter nach so langer Zeit wieder zu sehen…“, versuchte ich sie zu beruhigen.

„Ach Yuki, Makoto hat ganz recht…Okay, ich reagier mich ab. Sag mal, könntest du mir bitte beim einräumen der Einkäufe helfen? Ich hab mal wieder zu viel gekauft…“, gab sie leicht verlegen zu und lachte.

Ich nickte.

„Natürlich. Aber ich mach das alleine, leg du dich erst mal hin. Ich hab dir doch gesagt, ich kaufe in Zukunft ein!“, sagte ich und  stand auf.

„Ja, aber sonst wird mir Langweilig. Ich kann doch nicht immer nur zu Hause sitzen und nichts tun! Ich muss mir wirklich mal eine sinnvolle Beschäftigung suchen…“, antwortete Oma und ließ sich auf der großen, gemütlichen Couch nieder.

„Überanstrenge dich aber bitte nicht.“, erwiderte ich und ging raus ans Auto, um die prallgefüllten Einkaufstüten zu holen. Wahrscheinlich hatte Stephen, ein Freund meiner Oma, ihr geholfen und sie rumgefahren. Alleine konnte sie das unmöglich geschafft haben!

 

Am nächsten Tag lief die Schule erstaunlicherweise ruhig ab. Ich wunderte mich, dass Ichida mich im Moment in Ruhe ließ…Aber irgendwie sah er auch ziemlich fertig aus. Ich bin auch schon ziemlich erschrocken als er vor ein paar Tagen in Physik leichenblass zur Schulkrankenschwester ging…

Auch wenn er mich nervte, so blass hab ich bis da noch niemanden gesehen, noch nicht einmal meine beste Freundin Hina, als die Ohnmächtig geworden ist, nachdem sie sich mit ein paar älteren Jungs geprügelt hatte. Ich musste lachen, wenn ich mich daran erinnere, wie Hina damals immer so wild gewesen war…Ob sie heute immer noch so ist? Zum Glück wollten Hina und mein bester Freund aus Japan, Tsubasa, das nächste Halbjahr für 1 Jahr am Schüleraustausch nach Amerika teilnehmen. Die Kishou Shunshuu Elite Schule organisiert die Schüleraustauschjahre immer zusammen mit den Eliteschulen in Japan. Ich freute mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit den beiden…

Plötzlich spürte ich, wie mich etwas Hartes an der Schläfe traf und zuckte zusammen.

„Ichigatsu! Ich glaube sie sollten beim nicht-aufpassen darauf achten, es nicht so offensichtlich zu tun. Passen sie gefälligst auf, bald sind die Prüfungen! Wie lautet die Antwort?“, rief mein Mathematiklehrer und ich wurde rot. Mr. Varen hatte mich mit seiner Kreide beworfen und alle in diesem Mathematikkurs lachten.

„´Tschuldigung Mr. Varen…“, murmelte ich und konzentrierte mich auf die Aufgaben an der Tafel. „Vier…“, riet ich und schaute den Lehrer an.

Der zog ein düsteres Gesicht und setzte die typische Zweifelnde Varen-Miene auf.

„Richtig. Das nächste Mal bitte rechnen, nicht raten, sie Glückspilz.“

 

In Musik war heute Vorsingen dran und ich wurde ziemlich nervös, als ich mich daran erinnerte.

„Okay, ich werde euch nach Klassennummer aufrufen, ihr kommt dann nach vorne und stellt euch vor das Klavier, während ich euch beim singen damit begleite. Ihr sucht euch einen Song aus, aber ich muss ihn kennen. Diese Noten zählen als 1 Drittel der Musiknoten dieses Halbjahres, also strengt euch an!“, erklärte Mrs. Foreston und setzte sich an ihr Klavier, dass gut sichtbar im Zentrum des Klassenzimmers, vor der Tafel platziert war.

„Fangen wir mit dir an, Eric Ricston!“, begann sie und Eric trat sichtlich nervös nach vorne.

Die halbe Klasse war schon dran gewesen, als sie endlich meinen Namen rief. Was hieß hier endlich?

„Okay, Yuki Ichigatsu. Du bist dran. Was willst du vorsingen?“, fragte Mrs. Foreston und schaute mich an.

Ich hörte leises Kichern in der Klasse und wurde noch nervöser.

„It´s my life, von Bon Jovi…“, antwortete ich. Ich liebte diesen Song.

Mrs. Foreston schaute mich überrascht an.

„Okay, Acoustic Version oder Rock Version?“

„Rock.“

Sie nickte.

„Gut, dann los.“, sagte sie und fing an zu spielen. Ich hörte nur auf die Musik und konzentrierte mich auf den Text in meinem Kopf. Dann fing ich an zu singen. Ich blendete alles aus, meine Mitschüler hinter mir, meine Lehrerin. Ich vertiefte mich in die Melodie und gab mich dem Song dahin. Ich liebte das Singen.

Der letzte Ton klang noch im Raum, der plötzlich totenstill war. Ich wurde rot und schaute meine Lehrerin schüchtern an.

„G…Gut! Sehr gut… Yuki, sag mal, nimmst du Gesangsunterricht? Ich hab wirklich noch nie so eine… wunderbare Stimme gehört!“, fragte Mrs. Foreston verdattert. Ich schüttelte den Kopf.

„Wow…Das ist eine 1+, ohne Zweifel! Setzt dich, ich muss nach der Stunde noch mit dir sprechen.“

Ich drehte mich zur Klasse um auf meinen Platz zu gehen und sah die verdatterten Gesichter meiner Mitschüler.

Okay, was war denn hier los?! Ich kapierte jetzt gar nichts mehr…

 

„Im Ernst Yuki! Diese Stimme muss trainiert werden! Das ist wirklich unglaublich!“, bemerkte Mrs. Foreston wiederholt. Ich wurde von ihr noch dabehalten, nachdem der Schulgong (heute lief der Song „Kocking on Heaven´s Door, von Guns ´n´ Roses) das Ende des Musikunterrichts angekündigt hatte.

Ich saß bestimmt jetzt schon 5 Minuten auf dem Stuhl vor dem Lehrerpult, das links neben dem Klavier an der Wand stand, und hörte mir Mrs. Foreston´s  Lob an. Wenn das so weiterging, würde ich noch den Deutschunterricht verpassen…

„Sag mal, wie wäre es, wenn du nach der Schule noch länger bleibst, um mit mir deine Stimme zu trainieren? Ich bin, außer Musiklehrerin, auch eine Gesangslehrerin. Wie wäre es damit?“, fragte Mrs. Foreston begeistert. Ich schluckte. Meinte sie das ernst? Das wäre wirklich super, aber meine Mutter wäre davon wahrscheinlich nicht begeistert…

„Ich weiß nicht…Also, wollen würde ich schon gerne, aber ich weiß nicht ob das was bringt…Meine Mutter war schon immer gegen Gesangsunterricht für mich und ich kann meine Oma auch nicht so lange alleine lassen…“, wandte ich ein. Das war ja auch die Wahrheit.

Mrs. Foreston überlegte kurz, dann hellte sich ihre Miene auf.

„Was ist Musik für dich, Yuki?“, fragte sie überraschend und ich musste lächeln. Das war mir ohne zu zögern klar, seit ich sprechen, und damit singen, konnte.

„Musik ist mein Leben.“, antwortete ich, obwohl ich wusste, dass das ziemlich dramatisch klang.

„Ja, das denke ich auch… Yuki, du bist ein geborener Sänger…“, flüsterte sie und ich wusste nicht, ob ich das hören sollte.

„Ich kann nach der Schule auch zu dir kommen und wir üben bei dir. Das ist kein Problem, da es sich bei deiner Stimme dafür absolut lohnt.“, schlug sie vor und ich bemerkte ein motiviertes, fast wie Feuer loderndes Funkeln in ihren Augen. Irgendwie erinnerte ich mich an Makotos Worte, der mich immer wieder davon überzeugen wollte, bei New Stars mitzumachen…

„Na gut…“, antwortete ich ergeben und Mrs. Foreston sprang triumphierend auf.

 

Takashi saß in der hintersten Bankreihe im Deutschunterricht und starrte das Fenster raus. Wie war es nur möglich, dass ausgerechnet Yuki Ichigatsu, so eine unglaubliche Stimme hatte? Warum musste es ausgerechnet er sein? Takashi ärgerte sich, zum einen wegen Yuki, zum anderen weil er so fies war und es ihm nicht gönnte. Obwohl, eigentlich war Takashi nicht wirklich überrascht gewesen. Er wusste wie die Stimme eines Sängers beim sprechen klang und Yuki´s Stimme klang eindeutig danach. Doch er wollte das nie wirklich wahrhaben. Er hasste es, und er wollte irgendwie nicht, dass Yuki irgendetwas mit der Medienwelt, in der seine Mutter arbeitete, zu tun hatte. Warum wusste er selbst nicht, aber es war ihm auch egal.

Nach der Schule machte sich Takashi auf den Weg nach hause, da er heute Nachmittag wieder mit seiner Mutter ausgehen musste. Heute würde er eine der besten Tänzerinnen Amerikas und deren Tochter kennenlernen und seine Mutter wollte ihn schon überpünktlich zu Hause haben. Diesmal wollte sie ihn einkleiden und ihm die Haare machen, da dies Gäste der High Society über der normalen Gesellschaft waren. Takashi seufzte, als er darüber nachdachte, was ihm überhaupt bevorstand. Er hasste solche Menschen, ob er es wollte oder nicht. Sie behandelten die anderen Leute immer mit einer gewissen Ignoranz und Überlegenheit…Wie dumm und eingebildet manche Menschen doch sein konnten.

 

Aiko stand vor ihrem riesigem Spiegel und atmete einmal tief ein und aus. Sie trug ein typisches, schwarzes Kleid und ihre Haare fielen ihr bis zur Hüfte den Rücken hinab, was sehr selten bei ihr war. Sie trug die Haare fast immer in einem langen Zopf, damit die sie nicht beim Lernen störten. Nervös zupfte sie an dem Kleid und starrte die silberne Kette an, die ihren Hals schmückte. Ein Geschenk ihres Vaters, zu ihrem 6. Geburtstag. Sie wünschte, ihr Vater wäre jetzt hier und würde mit ihr gehen. Doch der war am anderen Ende der Welt, weit weg von ihr.

Aiko setzte sich auf ihren dunkelroten Sessel und zog ihre Silber-schwarzen Stilettos an, die sie erst gekauft hatte. Sie spürte die Ungeduld ihrer Mutter im ganzen Haus, wie Gas, das sich im Raum ausbreitet und in jedes Loch und jede Lücke schleicht. Dies machte sie noch nervöser…

 

Als Takashi mit seiner Mutter im Restaurant ankamen, waren die zwei Gäste noch nicht angekommen, also machte sich Takashi auf zur Toilette. Er musste einen Moment von seiner Mutter weg kommen, denn diese war ziemlich angespannt und schlecht gelaunt.

Er spritze sich ein bisschen kühles Wasser ins Gesicht und starrte sein Spiegelbild an. Er konnte und wollte sich kaum wieder erkennen. Der hübsche, etwas grimmig schauende Mann, der ihn aus dem Spiegel anstarrte war nicht er selbst. Es fühlte sich alles so falsch und unecht an… Takashi wollte am liebsten aus dem Restaurant raus rennen und irgendwo anders sein, egal wo. Nur nicht hier, bei diesen unglaublich falschen Leuten, die in ihrer eigenen Welt zu leben schienen. Doch er musste seine Gefühle verdrängen, er durfte nicht einen einzigen Fehler machen.

Er wandte den Blick von seinem Spiegelbild und trocknete sein feuchtes Gesicht ab, dann ging er aus der Männertoilette um diesen grauenvollen Nachmittag endlich hinter sich zu bringen.

 

Als Aiko zusammen mit ihrer Mutter das schicke Restaurant betrat, merkte sie sogleich die angespannte Atmosphäre. Ja, es war immer die gleiche Atmosphäre, wenn man in solche Restaurants ging… Aiko versuchte sich auf ihren Gang zu konzentrieren, um etwas eleganter zu wirken, was ihr erstaunlicherweise auch ziemlich gut gelang.

„Besänftige deinen Blick! Erinnere dich an das, was ich dir beigebracht habe, Aiko. Entspanne dich mal ein bisschen…“, flüsterte ihr ihre Mutter hecktisch zu. Aiko seufzte leise. Das war leichter gesagt als getan!

Eine große, wunderschöne Frau trat zu ihnen und begrüßte sie. Sie hatte langes, lockiges, hellbraunes Haar und funkelnde, braune Augen. Die Eleganz und Anmut, die von dieser Frau ausging, wurde im ganzen Raum versprüht.

„Rachel! Wie schön, dass du und deine Tochter hier seid! Aiko, oder? Guten Tag, mein Name ist Serenity Ichida, das ist mein Sohn, Takashi. Da ihr ja gleichalt seid, könnt ihr sicher viel miteinander reden.“, sagte sie und ein sehr hübscher junger Mann trat hinter ihr hervor.

Aiko stockte der Atem…Das war doch Takashi Ichida von ihrer Klasse! Takashi starrte sie wahrscheinlich genauso überrascht an, wie sie ihn.

„Aiko…Mizushi?“, fragte er ungläubig.

„Oh, wie ich sehe kennt ihr euch? Umso besser! Dann dürftet ihr ja keine Probleme heute abend haben! Setzten wir uns erst einmal an unseren Tisch, gleich dort hinten.“, sagte Serenity Ichida erfreut und führte die lächelnde Rachel Mizushi und die zwei verdatterten Jugendlichen zu den für ihnen reservierten Tisch.

8.2.10 19:04
 


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