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Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 4: The day you were gone Part II

Kapitel 4: The day you were gone

Part II

 

„Und dann haben wir ein Termin abgemacht, am Montag nach der Schule…“, beendete ich meine Erzählung des Gesprächs zwischen mir und Mrs. Foreston. Makoto saß neben mir im Gras und schaute nachdenklich auf die Koppel ein paar Meter weiter, unter uns. Es war ein herrlicher Nachmittag, obwohl es Winter war, und so standen einige Pferde draußen und grasten gemütlich. Wie Makoto es geschafft hatte, mich hierher zu bringen und mich überredete, reiten zu lernen, war mir bis heute ein Rätsel… Doch die Pferde hatten etwas Beruhigendes und irgendwie tröstendes an sich…

„Na siehst du, das hört sich doch gut an! Ich denke, das wird noch was richtig Großes.“, sagte Makoto nach einer kurzes Pause und lächelte zufrieden. Er war immer ziemlich ruhig und gelassen, wenn er hier war. Er liebte einfach Pferde. Ich lächelte auch leicht und lehnte mich zurück ins Gras. Es war herrlich einfach nur mal hier zu liegen und die Ruhe und den Frieden, der hier herrschte, in sich einzusaugen.

„Übrigens: Dark Jane bekommt in den nächsten Tagen wahrscheinlich ihr Fohlen…Sie ist schon ziemlich nervös…“, bemerkte er und kicherte.

Dark Jane war die temperamentvollste Stute auf dem ganzen Gestüt. Sie war nur Makoto und mir gegenüber einigermaßen freundlich, was mich immer wieder wunderte. Es kam mir wirklich manchmal so vor, als würde Jane mit mir flirten… Ich musste wahrscheinlich schon total übergeschnappt sein… Aber wenigstens fühlte ich mich nicht so alleine, wenn ich mit Jane ausritt oder mich um sie kümmerte. Manchmal lag ich auch einfach nur im Stroh bei ihr und beobachtete, wie sie mich anstarrte. Irgendwie sah sie mich immer aufmunternd an…

Haha, ich musste wirklich verrückt sein!

„Hm…“, machte ich und starrte in die Wolken, die langsam am Himmel vorbei zogen.

„Versprichst du mir was?“, fragte Makoto plötzlich und ich schaute überrascht in seine Richtung.

„Hm?“

„Bitte kümmer dich doppelt so gut um ihr Fohlen, während ich in Europa bin! Du weißt ja, ich mach 3 Wochen Urlaub dort mit Mireille. Ich mach mir Sorgen um das Fohlen und um Jane.“, bat er und wurde etwas rot. Ich musste kichern. Makoto hing wirklich an den Pferden und liebte sie!

„Ach so…Okay, wenn´s nur das ist. Verlass dich auf mich, bei mir werden sich beide Wohl fühlen!“, versicherte ich ihm und schloss die Augen. Ich wusste das meinem besten Freund fiel an diesem Versprechen lag und ich würde es auch mit Sicherheit halten.

„Danke…“, murmelte Makoto und schweigend lauschten wir dem Rascheln der wenigen Blätter an den Bäumen und dem Schnauben der Pferde.

 

Ich saß auf Dark Janes Rücken und blendete alle Gedanken aus meinem Kopf aus, konzentrierte mich allein auf die Stute unter mir. Ich spürte die Freundschaft zwischen uns, auch wenn es mir albern und kindisch vorkam, mich mit einem Tier anzufreunden, und war froh, dass ich mit dem Reiten schon ganz gut klar kam. Makoto saß einige Meter neben mir auf seiner Lieblingstute, Dylianja. Sie hatte wunderschönes, Kupferfarbenes Fell und eine Lange, dunkelbraune Mähne. Auf der Nase hatte sie einen kleinen, weißen Fleck, genau wie Dark Jane.

Doch ich mochte Jane immer noch am liebsten: Ihr wunderschönes, glänzend schwarzes Fell und Mähne, und diesen Wachsamen, wilden und doch freundlichen Blick. Ich spürte Janes geschmeidige Bewegungen unter mir. Ich liebte es ohne Sattel zu reiten, was ich erstaunlicherweise sogar leichter fand als mit Sattel.

„Wie wäre es, wenn wir ein bisschen Galoppieren?“, fragte Makoto und grinste über beide Ohren. Ich nickte begeistert und im nächsten Augenblick preschten Dylianja und Jane durch die Wiese. Der Wind peitschte mir ins Gesicht, doch ich liebte dieses freie Gefühl. Lachend verlangsamten wir den Lauf unserer Pferde und trafen auf dem Hof ein. Ich war Makoto definitiv Dankbar, dass er mich damals zu dieser ersten Reitstunde gezwungen hatte…

 

Takashi merkte erst seine Erschöpfung, als er zu Hause war. Noch nie hatte er sich so erleichtert gefühlt, wenn einer der „Dates“ mit seiner Mutter zu Ende war. Er versuchte erst einmal alles Geschehene auszublenden, dann legte er sich ins Bett und machte die Nachttischlampe aus. Zum Glück schlief er fast augenblicklich ein.

Am nächsten Tag in der Schule, mied es Takashi Aiko anzusehen. Es war ihm peinlich, dass sie ihn gestern so gesehen hatte und er hoffte, sie würde es niemandem erzählen.

Da er von niemandem irgendwie darauf angesprochen wurde, müsste Aiko wohl wirklich nichts gesagt haben und er atmete erleichtert auf.

 

Es war gerade Englisch, als plötzlich eine der Sekretärinnen des Sekretariats der Schule an der Klassentür klopfte.

„Ich soll Yuki Ichigatsu ins Sekretariat bitten. Angeblich haben sie dort einen Anruf erhalten, der sehr wichtig scheint.“, sagte sie und schaute Yuki irgendwie komisch an. Verwundert starrte Takashi die Sekretärin an. Yuki stand währenddessen auf und folgte der Frau ins Sekretariat.

Lautes Flüstern machten sich im Klassensaal breit und die Englischlehrerin, Mrs Felton, musste mehrmals um Ruhe bitten, damit sie weiter unterrichten konnte.

 

Ich fragte mich nervös was ich angestellt haben musste, dass mich jemand in der Schule anrief. War es meine Mutter? Hatte sie vielleicht von dem Gesangsunterricht erfahren? Aber wie sollte das passiert sein, ich hatte doch noch nicht mal meine erste Stunde hinter mich!

„Du hast nichts angestellt, keine Angst…“, flüsterte die Sekretärin neben mir und ich schaute sie überrascht an. Sie schien meine Gedanken gelesen zu haben… Komische Frau…

„Es ist deine Oma, die am Telefon ist. Sie ist ziemlich aufgelöst, es soll angeblich irgendetwas passiert sein.“, erzählte sie weiter.

Irgendwie schien sie sehr freundlich, aber  es war immer noch ziemlich seltsam, wie sie immer genau das sagte, was jemand gerade in Gedanken wissen wollte.

Sie lächelte mir nochmal aufmunternd zu, dann hielt sie mir die Tür des Sekretariats offen und schob mich leicht vorwärts. Die Tür fiel hinter mir zu.

Mit ernstem Gesicht saß Mrs. Tyson, die „Chefsekretärin“, an ihrem Schreibtisch. Sie hielt mir das Telefon hin und ich nahm es an. Irgendwie war wieder diese schlechte Vorahnung da…

„Hallo?“, meldete ich mich zögernd und schaute Mrs. Tyson unsicher an. Sie wies mit der Hand zum Ruheraum, der mit dem Sekretariat verbunden war. Ich ging hinein, während meine Oma sich meldete.

„Ich bin´s, deine Oma! Yuki, ich…Also ich hab schlechte Nachrichten…“, begann sie und ich merkte wie ihre Stimme zitterte. Ich spürte fast den Schock, der in ihrer Stimme lag. Verängstigt atmete ich einmal tief ein und aus.

„Ja, was ist denn los? Du klingst irgendwie seltsam…Geht´s dir gut? Ist irgendwas im Haus passiert?“, fragte ich.

Ich hörte Oma seufzen. Ich spürte, dass sie weinte.

„Makoto… Er hatte anscheinend einen Unfall… Er wurde ins Krankenhaus gebracht und liegt anscheinend im Koma.“

 

Der Unterricht war schon fast zu Ende, als Yuki wieder in die Klasse kam. Takashi konnte sein Gesicht nicht sehen als er Mrs. Felton einen Brief abgab und zu seinem Platz ging, um seine Sachen zu holen. Doch Takashi meinte Tränen seine Wange runter laufen gesehen zu haben, als Yuki an Takashis Platz vorbei hastete. Yuki verließ ohne ein weiteres Wort den Raum und ging wahrscheinlich nach Hause.

Bestürzt fragte Takashi sich, was wohl passiert war.

 

Als ich im Krankenhaus ankam, in dem Makoto untergebracht war, traf ich am Eingang auf meine Oma. Natsugi Ichigatsu sah ziemlich mitgenommen aus und wirkte zum ersten Mal, seit ich bei ihr wohnte, alt.

„Oma!“, rief ich und wurde direkt von ihr umarmt. Ich wusste, dass meine Oma immer sehr empfindlich solchen Dingen gegenüber war, doch sie so zu sehen schockte mich doch ziemlich. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.

„Oma, beruhige dich…“, murmelte ich und tätschelte leicht ihren Rücken.

„Gehen wir…rein…Mireille ist auch da…Sie kann dir genau erzählen, was passiert ist…Sie war dabei.“, flüsterte Oma und sie zog mich an der Hand in das Gebäude rein.

Makoto lag auf der Intensivstation und da er sich in extrem kritischen Zustand befand, durfte niemand außer der Doktor und die Krankenschwestern in seine Nähe.

Mireille saß völlig aufgelöst im Warteraum, als wir diesen betraten. Noch nie hatte ich Mireille weinen sehen. Sie schien mir einfach nicht der Typ zum weinen…

„Mireille…“, sagte ich leise und sie schaute auf. Ihre Augen waren rot und sie weinte immer noch, ihre Haare waren zerzaust. Sie räusperte sich und versuchte ihre Tränen wegzuwischen.

„Yuki… Natsugi-san… Hallo…“, sagte sie und versuchte ihre Stimme dabei so ruhig wie möglich zu halten. Man hörte nur ein leichtes zitternd, doch für Mireille war das schon zu viel.

„Wie geht es ihm?“, fragte Oma und setzte sich neben sie. Natsugi legte Mireille mitfühlend einen Arm um die Schultern und verlegen sah ich, wie neue Tränen Mireilles Wangen hinab liefen.

„Er ist noch nicht aufgewacht, was aber im Moment für ihn besser ist… Er hat beide Beine und Arme gebrochen, dazu einige Rippen… Außerdem sagt der Arzt, Makoto habe ziemlich schlimme, Innere Blutungen, die schwer zu behandeln seien…“, erzählte Mireille leise mit erstickter Stimme.

Ich wollte eigentlich nicht vor jemandem weinen, aber ich spürte, ohne es verhindern zu können, wie meine Augen nass wurden.

„Gibt es… denn…“, setzte Oma zögernd an. Sowohl Mireille als auch ich wussten, was sie fragen wollte.

„Der Arzt sagt, die Chancen seien zwar gering, doch sie wären vorhanden. Er wird alles tun, was in seiner Macht steht, um Makoto zu retten…“

Ich setzte mich auf den anderen freien Platz neben Mireille. Irgendwie waren meine Gefühle alle auf Stumm gesetzt. Ich spürte im Moment rein gar nichts, nur eine leere, die in meinem Herzen drückte. Die düstere Stimmung drückte gegen meine Ohren und ich musste mich auf das Atmen konzentrieren.

Es schien unendlich viel Zeit zu vergehen, die Minuten zogen sich dahin wie Kaugummi und wollten einfach nicht vergehen.

 

Aiko saß verwundert auf ihrem Platz in Chemie. Yuki war nicht da. Vielleicht war er ja in Englisch gegangen, denn Aiko hatte einen anderen Englischkurs als Yuki. Sie saß neben Takashi Ichida, was sich in dem Moment als ziemlich nützlich erwies, obwohl es ihr nach dem ungewollten Date peinlich war, mit ihm zu reden.

„Hey…Ichida-kun…“, flüsterte sie in seine Richtung und überrascht schaute Takashi sie an.

„Du warst doch in Englisch mit Yuki in einem Klassenraum… Wo ist er?“, flüsterte sie. Sie sah, wie Takashis Gesicht sich verhärtete und erschrak.

„Was weiß ich! Frag ihn Morgen doch selbst!“, zischte er leise und schaute aus dem Fenster.

Aiko seufzte.

„Tut mir Leid…Ich dachte nur du wüsstest vielleicht etwas…“, murmelte sie leise, ungewollt von Takashi gehört.

„Er ist früher nach hause gegangen, nachdem er ein Anruf im Sekretariat entgegen nahm… Mehr weiß ich auch nicht… Lass mich in Ruhe!“, antwortete Takashi leise, ziemlich gereizt klingend.

Aiko wurde rot und starrte auf die Tafel. Wenigstens wusste sie jetzt mehr.

 

Zuerst war Takashi überrascht, als Aiko ihn angesprochen hatte, doch jetzt war er verärgert.

Warum musste sie ausgerechnet ihn über Yuki fragen? Konnte sie nicht Hailey, die auch neben Aiko saß, fragen? Irritiert versuchte er sich auf den Unterricht zu konzentrieren, doch es störte ihn, dass Aiko so von ihm eingeschüchtert war. Es war das erste Mal, das er so fühlte.

Er seufzte ein bisschen zu laut, denn der Chemielehrer schaute ihn missbilligend an, sagte jedoch zum Glück nichts. Nachdenklich starrte Takashi zur Tafel, ohne die Aufgaben dort wirklich zu sehen.

Er musste zugeben, dass ihn doch interessierte, warum Yuki heulend aus der Klasse gehastet war. Das sah diesem Idioten gar nicht ähnlich, denn Yuki Ichigatsu hatte noch nie vor seinen Mitschülern geweint.

Egal wie sehr Takashi und seine Gang ihn auch mobbten.

 

Als der Arzt endlich aus der Intensivstation kam, waren kaum 20 Minuten vergangen, doch es kam mir so vor wie eine Ewigkeit.

„Sind sie Familienangehörige?“, fragte der Arzt meine Oma und mich verwundert.

Oma schüttelte den Kopf.

„Nein, aber wie sind so was wie eine zweite Familie. Wie geht es Makoto?“, fragte Natsugi und schaute den Arzt ernst an. Dieser seufzte tief und kratzte sich am Kopf.

„Ich möchte ehrlich sein: die Chancen stehen 10 zu 100, das Makoto überlebt. Die Inneren Blutungen sind zwar gestoppt, doch er hat viel Blut verloren und seine Wirbelsäule wurde auch geprellt. Wenn er überleben sollte, wird er vom Oberkörper hinab total gelähmt sein…“, erklärte uns der Arzt. Entsetzt starrten wir den Mann vor uns im weißen Kittel an.

„Ist er immer noch im Koma?“, fragte Mireille zaghaft. Ihre Stimme zitterte.

„Ja. Das ist in der derzeitigen Lage auch besser so, da die Schmerzen sonst für ihn unerträglich wären, und zu viel Morphium für ihn tödlich sein kann. Doch sein Koma ist auch sehr gefährlich.“, antwortete der Arzt ruhig. Das dieser Mann so gelassen sein kann… Obwohl er solche Patienten jeden Tag behandeln musste. Das war schon ein Wunder.

Plötzlich fiel Mireille vor dem Arzt auf die Knie.

„Bitte, retten sie ihn. Er ist mein Ein und Alles! Ich liebe ihn so sehr, bitte, ich flehe sie an, retten sie ihn!“, flüsterte sie heiser unter Tränen. Sie zitterte am ganzen Körper und verbarg ihr Gesicht in den Händen.

Der Arzt legte dem Mädchen seine Hand auf den Kopf und schaute sie liebevoll an.

„Junge Frau, ich werde, das ist ein Versprechen, alles Mögliche tun, um ihren Freund zu retten. Bitte ruhen sie sich aus und tanken sie neue Kraft, denn ihr Freund braucht jetzt Kraft und Unterstützung.“, sagte er mit ruhiger, sanfter Stimme. Sein Tonfall wirkte beruhigend und gab jedem von uns neue Hoffnung.

 

Als der junge Arzt den OP-Saal betrat, musste er erst seine Gedanken ordnen. Es war sein Job, die Mitleidenden des Patienten zu beruhigen, doch es war ziemlich schwer, wenn der Patient schon so gut wie tot war. Doch das Versprechen, das er diesem Mädchen gegeben hatte, wollte er voll und ganz erfüllen. Er tat das was in seiner Macht stand, den Rest legte er in die Hand des Schicksals.

 

Ich fuhr mit der U-Bahn nach Hause um schnell meine Hausaufgaben zu erledigen, zu duschen und mich umzuziehen. Dann ging ich direkt wieder ins Krankenhaus, denn ich wollte Makoto auf keinen Fall im Stich lassen. Ich spürte langsam, wie sich meine Gefühle ihren Weg zu meinem Gehirn bahnten und die Situation zu begreifen begannen. Ich spürte, wie die erwartete Verlorenheit kam, wie mein Herz sich schmerzhaft zusammen zog und die Tränen sich langsam ihren Weg schafften. Bevor ich das Wartezimmer betrat, sammelte ich mich noch einige Minuten um nicht los zu heulen, dann ging ich hinein.

Diesmal saßen noch andere Personen auf den Grauen Sitzen.

„Aiko Mizushi?“ Ich starrte meine Schulkollegin überrascht an. Neben ihr saß ein kleiner, ziemlich süßer Junge, der schon fast eingeschlafen war.

Aiko lächelte mich schüchtern an.

„Hallo…Ich hab von deinem Freund gehört…Da bin ich einfach mit meinem kleinem Bruder, Daiki, hergekommen…“, sagte sie leise, um ihren Bruder nicht aufzuschrecken. Ich setzte mich verwundert neben ihren Bruder.

„Achso…Danke.“, antwortete ich ebenso leise und schaute zu Mireille rüber. Sie sah mittlerweile ziemlich übermüdet aus und sie hatte Augenringe vom vielen Weinen. Sie lehnte erschöpft an meiner Oma ihrer Schulter und ihre Augen waren geschlossen, doch sie schlief nicht. Wie sollte sie auch?

Meine Oma sah nicht ganz so schlimm wie Mireille aus, sie wirkte ziemlich erschöpft und deprimiert. Sie nickte mir zu und winkte mich zu sich.

„Yuki, ich denke du solltest dich mal ein bisschen um Mireille kümmern…Ich muss noch schnell nach Hause, um ein paar Termine abzusagen…“, flüsterte sie, als ich mich neben sie saß.

Ich nickte zögernd und Mireille schlug die Augen auf.

„Entschuldige, Natsugi-san… Ich wollte dir keinen Ärger bereiten…“, sagte sie mit heiserer Stimme und schaute verlegen zu meiner Oma.

„Aber, aber, du hast mir keinen Ärger bereitet. Ganz und gar nicht. Ruhe dich erst mal aus, schlaf ein bisschen. Yuki bleibt ja jetzt hier und ich komme sobald es geht nochmal her.“, beruhigte Natsugi sie und stand auf. Mireille nickte und lehnte ihren Kopf gegen die Wand, an der ihr Stuhl stand. Ich setzte mich zwischen sie und Aiko, die ihrem Bruder leicht über den Kopf strich.

„Du musst nicht hierbleiben… Du hast doch bestimmt noch viel zu tun und du kennst Makoto doch nicht einmal… Es ist schon lieb genug, dass du hier warst…“, sagte ich leise zu ihr, doch sie schüttelte den Kopf.

„Nein, ich möchte bleiben. Ich hab schon das wichtigste erledigt, also ist es nicht so schlimm. Was Makoto betrifft, ich kenne ihn zwar nicht, aber er ist doch dein bester Freund, wenn ich mich nicht irre? Ich kenne dich… Naja, ein wenig…“, fügte sie leicht errötend hinzu und ich musste lächeln, auch wenn es nur ein halbherziges Lächeln war.

Oma hatte schon den Raum verlassen, und so saßen wir zu viert hier und warteten auf irgendein Wunder.

8.3.10 20:27


Percy Jackson- Diebe im Olymp

Ich hab am Montag zusammen mit meinen Freundinnen Percy Jackson- Diebe im Olymp im Kino geguckt und der Film ist echt super! Humorvoll, Spannend, super spezialeffekte! Sehr empfehlenswert. Jedoch ist es schon ein bisschen anders den Film zu gucken, als das Buch zu lesen! Den beides ist schon ziemlich anders!
 
Guckt den Film!
17.2.10 18:48


Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 4: The day you were gone Part I

The day you were gone

 

Still remembering all of you

Wondering how it would be

If it didn´t end like this…

 

I won´t forget you,

Won´t forget all we did go through, together…

Ohoh…

 

But the pain, that you leave behind,

It won´t let me see you again,

You left a bit of loneliness behind,

Can´t get you out of my mind…

 

It starts with the day…

The day you were gone,

You never said goodbye, I never said it too

The day, oh the day you were gone

Was the day you woke me up

You rescued my soul

And showed me the reality…

The day you were gone.

 

I know I would never be able to go back,

I can´t change what´s past,

So must move on,

Keep my promise save,

And keep the memories in my heart,

For your and my sake,

I will keep going on…

Yeah!

 

Still remembering all of you

Wondering how it would be

If it didn´t end like this…

 

I won´t forget you,

Won´t forget all we did go through, together…

Ohoh…

 

It starts with the day…

The day you were gone,

You never said goodbye, I never said it too

The day, oh the day you were gone

Was the day you woke me up

You rescued my soul

And showed me the reality…

The day you were gone…

(The day you were gone)

 

The day you…were gone…

 

Ich saß in meinem Zimmer und schrieb gerade an einem neuen Song, als plötzlich das Telefon klingelte. Da ich alleine zu Hause war, ging ich dran.

„Ichigatsu, Hallo?“, meldete ich mich und zuckte zusammen, als ich die vertraute und doch fremde Stimme erkannte.

„Ja, ich bin´s, Yuki. Ist deine Oma zu Hause?“, fragte meine Mutter. Ich verbarg meine Enttäuschung so gut wie möglich.

„Nein…Sie ist in die Stadt einkaufen gegangen…Soll ich ihr was ausrichten?“

Kurzes Zögern.

„Nein, nein. Ich muss es dir sowieso sagen. Also, ich werde in drei Monaten zu euch ziehen. Ich brauche eine Auszeit von dem Leben hier und würde mich gerne bei euch ausruhen…“, erzählte Reika Ichigatsu mir in beiläufigem Ton. Ich konnte nichts antworten, was im Moment sowieso nicht möglich war, da sie weiter sprach.

„Natürlich werde ich darauf achten, die Medien nicht auf euch zu hetzen, ihr werdet also weiter in Ruhe leben können und du wirst weiter normal zur Schule gehen. Ich hoffe du hast niemandem erzählt, dass ich deine Mutter bin?“, fragte sie.

Ich seufzte.

„Nein, Mutter. Niemand weiß darüber bescheid außer Oma und der Schulleiterin. Die anderen reimen sich alle irgendwas zusammen.“, antwortete ich und schaute traurig aus dem Fenster. „Aber wird es nicht auffallen, wenn du bei uns wohnst? Ich meine, angeblich sind Reporter ja überall…“

„Keine Angst, ich hab meine Mittel. Ich muss dann auflegen, ich rufe dann später nochmal an. Sag aber bitte Mutter bescheid, dass ich angerufen hab. Sie weiß dann sofort um was es geht.“, sagte sie.

Na toll, alle wussten schon bescheid außer mir…Was soll´s, war ja nichts Neues.

„In Ordnung. Bis dann…“, verabschiedete ich mich und legte nach ihrer Antwort auf.

Ja, so liefen unsere Telefongespräche meist ab…Kein „Hallo, wie geht es dir?“, oder „was macht die Schule? Wie sind deine Noten.“. Das war schon immer so und würde sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

 

Ich beschloss noch kurz in die Stadt zu gehen um mir neue CDs zu kaufen und traf dort zufällig auf Makoto und seiner Freundin, Mireille.

„He, wenn das mal nicht Yuki is! Na, wie geht´s? Ich wette du gehst dir neue CDs kaufen!“, begrüßte er mich und ich nickte.

„Hallo, Yuki-kun.“, begrüßte mich Mireille und lächelte leicht.

Ich grüßte zurück und erzählte Makoto von dem Gespräch mit meiner Mutter.

„Na, die ist aber wirklich so wie immer! Mach dir nichts draus, vielleicht könnt ihr euch dann näher kommen. Freu dich einfach drauf, endlich mal deine Mutter für dich zu haben!“, bemerkte Makoto und zwinkerte.

Ich lachte.

„Okay, okay. Ich geh dann mal weiter, sonst mutiert meine Oma noch zur Furie. Viel Spaß noch bei eurem Date!“, sagte ich und ging in Richtung Kaufhaus. Ich hörte noch Mireille rufen:

„He, das ist kein Date!“ und musste grinsen. Mireille war sehr…Jungenhaft und musste sich noch erst mal klar werden, dass sie mit Makoto ausging. Es war immer sehr lustig den beiden zuzuschauen, wenn die zum Beispiel zusammen ausritten oder in der Stadt zusammen bummeln. Ich musste immer ein Grinsen unterdrücken.

Ich fand die neuen CDs auf anhieb und kaufte mir gleich 4 CDs. Außerdem fand ich noch ein sehr interessantes Buch über Musikgeschichte im Angebot und freute mich schon auf den morgigen Musikunterricht in der Schule.

 

Ich hörte, wie Oma mit jemandem am Telefon diskutierte als ich die Haustür aufschloss.

„Du weißt, dass du nicht ewig so handeln kannst! Sei doch endlich mal ehrlich zu dir und deinem Sohn! Du kannst nicht immer nur auf Distanz bleiben!“, sagte Oma laut und ich sah, wie wütend sie war. Ich glaube es war besser, mich erst mal zurück zuziehen, doch sie entdeckte mich und winkte mich zu sich.

„Er ist da, ich lege jetzt auf. Wir reden ein anderes Mal nochmal, wenn du mehr Zeit hast. Ich rufe dich an. Tschüss!“

Ich beobachtete wie Oma den Telefonhörer ziemlich heftig auflegte und zuckte zusammen.

„Tut mir Leid, Yuki! Ich hatte eine kleine Auseinandersetzung mit deiner lieben Mutter…Erst mal Hallo! Na, hast du heute Spaß in der Schule gehabt?“

Es wunderte mich immer wieder, wie Oma so schnell von wütend auf Herzensfreundlich wechseln konnte. Es war ja schon beinahe beängstigend…

„Hallo, Oma. Ich bin gerade von der Stadt zurück, Mutter hat vorher noch kurz mit mir gesprochen…Tut mir leid, ich sollte dir Bescheid sagen.“, murmelte ich verlegen.

Doch sie seufzte nur.

„Ja, ich hatte mir schon gedacht, dass sie heute anrufen würde. Du warst ja nicht da, um mir Bescheid zu sagen, also musst du dich auch nicht endschuldigen. Du kannst raus, wann du willst! Dann weißt du auch über ihre „Ruhepause“ Bescheid?“

Ich nickte.

„Ja, so sieht´s im Moment aus. Ich freue mich eigentlich darüber, sie endlich mal wieder bei mir zu haben, doch nicht unter solchen Umständen!“, sagte sie leise und ich war mir nicht sicher, ob sie zu mir Sprach oder zu sich selbst.

„Oma, Makoto hat gesagt, das wäre eine gute Gelegenheit uns näher zu kommen, und ich finde er hat recht. Reg dich doch nicht so auf, es ist doch eigentlich schön, Mutter nach so langer Zeit wieder zu sehen…“, versuchte ich sie zu beruhigen.

„Ach Yuki, Makoto hat ganz recht…Okay, ich reagier mich ab. Sag mal, könntest du mir bitte beim einräumen der Einkäufe helfen? Ich hab mal wieder zu viel gekauft…“, gab sie leicht verlegen zu und lachte.

Ich nickte.

„Natürlich. Aber ich mach das alleine, leg du dich erst mal hin. Ich hab dir doch gesagt, ich kaufe in Zukunft ein!“, sagte ich und  stand auf.

„Ja, aber sonst wird mir Langweilig. Ich kann doch nicht immer nur zu Hause sitzen und nichts tun! Ich muss mir wirklich mal eine sinnvolle Beschäftigung suchen…“, antwortete Oma und ließ sich auf der großen, gemütlichen Couch nieder.

„Überanstrenge dich aber bitte nicht.“, erwiderte ich und ging raus ans Auto, um die prallgefüllten Einkaufstüten zu holen. Wahrscheinlich hatte Stephen, ein Freund meiner Oma, ihr geholfen und sie rumgefahren. Alleine konnte sie das unmöglich geschafft haben!

 

Am nächsten Tag lief die Schule erstaunlicherweise ruhig ab. Ich wunderte mich, dass Ichida mich im Moment in Ruhe ließ…Aber irgendwie sah er auch ziemlich fertig aus. Ich bin auch schon ziemlich erschrocken als er vor ein paar Tagen in Physik leichenblass zur Schulkrankenschwester ging…

Auch wenn er mich nervte, so blass hab ich bis da noch niemanden gesehen, noch nicht einmal meine beste Freundin Hina, als die Ohnmächtig geworden ist, nachdem sie sich mit ein paar älteren Jungs geprügelt hatte. Ich musste lachen, wenn ich mich daran erinnere, wie Hina damals immer so wild gewesen war…Ob sie heute immer noch so ist? Zum Glück wollten Hina und mein bester Freund aus Japan, Tsubasa, das nächste Halbjahr für 1 Jahr am Schüleraustausch nach Amerika teilnehmen. Die Kishou Shunshuu Elite Schule organisiert die Schüleraustauschjahre immer zusammen mit den Eliteschulen in Japan. Ich freute mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit den beiden…

Plötzlich spürte ich, wie mich etwas Hartes an der Schläfe traf und zuckte zusammen.

„Ichigatsu! Ich glaube sie sollten beim nicht-aufpassen darauf achten, es nicht so offensichtlich zu tun. Passen sie gefälligst auf, bald sind die Prüfungen! Wie lautet die Antwort?“, rief mein Mathematiklehrer und ich wurde rot. Mr. Varen hatte mich mit seiner Kreide beworfen und alle in diesem Mathematikkurs lachten.

„´Tschuldigung Mr. Varen…“, murmelte ich und konzentrierte mich auf die Aufgaben an der Tafel. „Vier…“, riet ich und schaute den Lehrer an.

Der zog ein düsteres Gesicht und setzte die typische Zweifelnde Varen-Miene auf.

„Richtig. Das nächste Mal bitte rechnen, nicht raten, sie Glückspilz.“

 

In Musik war heute Vorsingen dran und ich wurde ziemlich nervös, als ich mich daran erinnerte.

„Okay, ich werde euch nach Klassennummer aufrufen, ihr kommt dann nach vorne und stellt euch vor das Klavier, während ich euch beim singen damit begleite. Ihr sucht euch einen Song aus, aber ich muss ihn kennen. Diese Noten zählen als 1 Drittel der Musiknoten dieses Halbjahres, also strengt euch an!“, erklärte Mrs. Foreston und setzte sich an ihr Klavier, dass gut sichtbar im Zentrum des Klassenzimmers, vor der Tafel platziert war.

„Fangen wir mit dir an, Eric Ricston!“, begann sie und Eric trat sichtlich nervös nach vorne.

Die halbe Klasse war schon dran gewesen, als sie endlich meinen Namen rief. Was hieß hier endlich?

„Okay, Yuki Ichigatsu. Du bist dran. Was willst du vorsingen?“, fragte Mrs. Foreston und schaute mich an.

Ich hörte leises Kichern in der Klasse und wurde noch nervöser.

„It´s my life, von Bon Jovi…“, antwortete ich. Ich liebte diesen Song.

Mrs. Foreston schaute mich überrascht an.

„Okay, Acoustic Version oder Rock Version?“

„Rock.“

Sie nickte.

„Gut, dann los.“, sagte sie und fing an zu spielen. Ich hörte nur auf die Musik und konzentrierte mich auf den Text in meinem Kopf. Dann fing ich an zu singen. Ich blendete alles aus, meine Mitschüler hinter mir, meine Lehrerin. Ich vertiefte mich in die Melodie und gab mich dem Song dahin. Ich liebte das Singen.

Der letzte Ton klang noch im Raum, der plötzlich totenstill war. Ich wurde rot und schaute meine Lehrerin schüchtern an.

„G…Gut! Sehr gut… Yuki, sag mal, nimmst du Gesangsunterricht? Ich hab wirklich noch nie so eine… wunderbare Stimme gehört!“, fragte Mrs. Foreston verdattert. Ich schüttelte den Kopf.

„Wow…Das ist eine 1+, ohne Zweifel! Setzt dich, ich muss nach der Stunde noch mit dir sprechen.“

Ich drehte mich zur Klasse um auf meinen Platz zu gehen und sah die verdatterten Gesichter meiner Mitschüler.

Okay, was war denn hier los?! Ich kapierte jetzt gar nichts mehr…

 

„Im Ernst Yuki! Diese Stimme muss trainiert werden! Das ist wirklich unglaublich!“, bemerkte Mrs. Foreston wiederholt. Ich wurde von ihr noch dabehalten, nachdem der Schulgong (heute lief der Song „Kocking on Heaven´s Door, von Guns ´n´ Roses) das Ende des Musikunterrichts angekündigt hatte.

Ich saß bestimmt jetzt schon 5 Minuten auf dem Stuhl vor dem Lehrerpult, das links neben dem Klavier an der Wand stand, und hörte mir Mrs. Foreston´s  Lob an. Wenn das so weiterging, würde ich noch den Deutschunterricht verpassen…

„Sag mal, wie wäre es, wenn du nach der Schule noch länger bleibst, um mit mir deine Stimme zu trainieren? Ich bin, außer Musiklehrerin, auch eine Gesangslehrerin. Wie wäre es damit?“, fragte Mrs. Foreston begeistert. Ich schluckte. Meinte sie das ernst? Das wäre wirklich super, aber meine Mutter wäre davon wahrscheinlich nicht begeistert…

„Ich weiß nicht…Also, wollen würde ich schon gerne, aber ich weiß nicht ob das was bringt…Meine Mutter war schon immer gegen Gesangsunterricht für mich und ich kann meine Oma auch nicht so lange alleine lassen…“, wandte ich ein. Das war ja auch die Wahrheit.

Mrs. Foreston überlegte kurz, dann hellte sich ihre Miene auf.

„Was ist Musik für dich, Yuki?“, fragte sie überraschend und ich musste lächeln. Das war mir ohne zu zögern klar, seit ich sprechen, und damit singen, konnte.

„Musik ist mein Leben.“, antwortete ich, obwohl ich wusste, dass das ziemlich dramatisch klang.

„Ja, das denke ich auch… Yuki, du bist ein geborener Sänger…“, flüsterte sie und ich wusste nicht, ob ich das hören sollte.

„Ich kann nach der Schule auch zu dir kommen und wir üben bei dir. Das ist kein Problem, da es sich bei deiner Stimme dafür absolut lohnt.“, schlug sie vor und ich bemerkte ein motiviertes, fast wie Feuer loderndes Funkeln in ihren Augen. Irgendwie erinnerte ich mich an Makotos Worte, der mich immer wieder davon überzeugen wollte, bei New Stars mitzumachen…

„Na gut…“, antwortete ich ergeben und Mrs. Foreston sprang triumphierend auf.

 

Takashi saß in der hintersten Bankreihe im Deutschunterricht und starrte das Fenster raus. Wie war es nur möglich, dass ausgerechnet Yuki Ichigatsu, so eine unglaubliche Stimme hatte? Warum musste es ausgerechnet er sein? Takashi ärgerte sich, zum einen wegen Yuki, zum anderen weil er so fies war und es ihm nicht gönnte. Obwohl, eigentlich war Takashi nicht wirklich überrascht gewesen. Er wusste wie die Stimme eines Sängers beim sprechen klang und Yuki´s Stimme klang eindeutig danach. Doch er wollte das nie wirklich wahrhaben. Er hasste es, und er wollte irgendwie nicht, dass Yuki irgendetwas mit der Medienwelt, in der seine Mutter arbeitete, zu tun hatte. Warum wusste er selbst nicht, aber es war ihm auch egal.

Nach der Schule machte sich Takashi auf den Weg nach hause, da er heute Nachmittag wieder mit seiner Mutter ausgehen musste. Heute würde er eine der besten Tänzerinnen Amerikas und deren Tochter kennenlernen und seine Mutter wollte ihn schon überpünktlich zu Hause haben. Diesmal wollte sie ihn einkleiden und ihm die Haare machen, da dies Gäste der High Society über der normalen Gesellschaft waren. Takashi seufzte, als er darüber nachdachte, was ihm überhaupt bevorstand. Er hasste solche Menschen, ob er es wollte oder nicht. Sie behandelten die anderen Leute immer mit einer gewissen Ignoranz und Überlegenheit…Wie dumm und eingebildet manche Menschen doch sein konnten.

 

Aiko stand vor ihrem riesigem Spiegel und atmete einmal tief ein und aus. Sie trug ein typisches, schwarzes Kleid und ihre Haare fielen ihr bis zur Hüfte den Rücken hinab, was sehr selten bei ihr war. Sie trug die Haare fast immer in einem langen Zopf, damit die sie nicht beim Lernen störten. Nervös zupfte sie an dem Kleid und starrte die silberne Kette an, die ihren Hals schmückte. Ein Geschenk ihres Vaters, zu ihrem 6. Geburtstag. Sie wünschte, ihr Vater wäre jetzt hier und würde mit ihr gehen. Doch der war am anderen Ende der Welt, weit weg von ihr.

Aiko setzte sich auf ihren dunkelroten Sessel und zog ihre Silber-schwarzen Stilettos an, die sie erst gekauft hatte. Sie spürte die Ungeduld ihrer Mutter im ganzen Haus, wie Gas, das sich im Raum ausbreitet und in jedes Loch und jede Lücke schleicht. Dies machte sie noch nervöser…

 

Als Takashi mit seiner Mutter im Restaurant ankamen, waren die zwei Gäste noch nicht angekommen, also machte sich Takashi auf zur Toilette. Er musste einen Moment von seiner Mutter weg kommen, denn diese war ziemlich angespannt und schlecht gelaunt.

Er spritze sich ein bisschen kühles Wasser ins Gesicht und starrte sein Spiegelbild an. Er konnte und wollte sich kaum wieder erkennen. Der hübsche, etwas grimmig schauende Mann, der ihn aus dem Spiegel anstarrte war nicht er selbst. Es fühlte sich alles so falsch und unecht an… Takashi wollte am liebsten aus dem Restaurant raus rennen und irgendwo anders sein, egal wo. Nur nicht hier, bei diesen unglaublich falschen Leuten, die in ihrer eigenen Welt zu leben schienen. Doch er musste seine Gefühle verdrängen, er durfte nicht einen einzigen Fehler machen.

Er wandte den Blick von seinem Spiegelbild und trocknete sein feuchtes Gesicht ab, dann ging er aus der Männertoilette um diesen grauenvollen Nachmittag endlich hinter sich zu bringen.

 

Als Aiko zusammen mit ihrer Mutter das schicke Restaurant betrat, merkte sie sogleich die angespannte Atmosphäre. Ja, es war immer die gleiche Atmosphäre, wenn man in solche Restaurants ging… Aiko versuchte sich auf ihren Gang zu konzentrieren, um etwas eleganter zu wirken, was ihr erstaunlicherweise auch ziemlich gut gelang.

„Besänftige deinen Blick! Erinnere dich an das, was ich dir beigebracht habe, Aiko. Entspanne dich mal ein bisschen…“, flüsterte ihr ihre Mutter hecktisch zu. Aiko seufzte leise. Das war leichter gesagt als getan!

Eine große, wunderschöne Frau trat zu ihnen und begrüßte sie. Sie hatte langes, lockiges, hellbraunes Haar und funkelnde, braune Augen. Die Eleganz und Anmut, die von dieser Frau ausging, wurde im ganzen Raum versprüht.

„Rachel! Wie schön, dass du und deine Tochter hier seid! Aiko, oder? Guten Tag, mein Name ist Serenity Ichida, das ist mein Sohn, Takashi. Da ihr ja gleichalt seid, könnt ihr sicher viel miteinander reden.“, sagte sie und ein sehr hübscher junger Mann trat hinter ihr hervor.

Aiko stockte der Atem…Das war doch Takashi Ichida von ihrer Klasse! Takashi starrte sie wahrscheinlich genauso überrascht an, wie sie ihn.

„Aiko…Mizushi?“, fragte er ungläubig.

„Oh, wie ich sehe kennt ihr euch? Umso besser! Dann dürftet ihr ja keine Probleme heute abend haben! Setzten wir uns erst einmal an unseren Tisch, gleich dort hinten.“, sagte Serenity Ichida erfreut und führte die lächelnde Rachel Mizushi und die zwei verdatterten Jugendlichen zu den für ihnen reservierten Tisch.

8.2.10 19:04


Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 3: The truth beneath the mask

Kapitel 3- The Truth Beneath the mask

 

The Truth beneath the Mask

 

Once these words are said,

Once this curse is set,

There´s no more turning back…

 

You, you hate me, confuse me, depress me,

Everytime

You humiliate me

Can´t stand it anymore!

Let me see your real face,

Let me see your real face!

 

Once these words are said,

Once this curse is set,

There´s no more turning back…

Show me the truth, that you

Hide beneath this mask!

Tell me how you really feel,

Don´t lie to me, be honest

Don´t ever hide the

Truth beneath the mask

 

You never let anyone know,

What you really feel,

You are afraid to be yourself,

You can´t fight your fears,

You never show a single tear, never show your sadness inside,

Watch out, watch out,

Don´t kill yourself!

 

Once these words are said,

Once this curse is set,

There´s no more turning back…

Show me the truth, that you

Hide beneath this mask!

Tell me how you really feel,

Don´t lie to me, be honest

Don´t ever hide the

Truth beneath the mask

 

Allow me, to help your heart,

I´m hearing your silent screams,

How Am I supposed to ignore,

If they are so loud!

 

Once these words are said,

Once this curse is set,

There´s no more turning back…

Show me the truth, that you

Hide beneath this mask!

Tell me how you really feel,

Don´t lie to me, be honest

Don´t ever hide the

Truth beneath the mask

 

Ohoh…Don’t ever hide…

The Truth beneath the mask!

 

Die kühle Nachtluft ließ Takashi schaudern, als er aus der warmen Limousine trat. Er hatte zum Glück an eine Jacke gedacht, auch wenn es eine Lederjacke war…Seine Mutter würde nicht gerade erfreut sein, wenn sie die Lederjacke sieht, doch Takashi dachte sich, dass sie wütender sein wird, wenn er krank würde. Also zog er die Jacke an und trat ein paar Meter vor die weiße Limousine, die vor der schwarzen angehalten hatte. Zuerst trat Richard, der Bodyguard aus um dem Prominenten Ehepaar, Susan Parker und Jeal Parker, die Limousinentür aufzuhalten, dann half er Takashis Mutter raus. Takashi trat zu Frau und Herr Parker.

„Guten Abend, Frau Parker, Guten Abend, Herr Parker. Freut mich sie kennenzulernen!“, begrüßte er die beiden und verbeugte sich leicht. Er küsste Susan Parkers, und schüttelte Jeal Parkers Hand.

„Guten Abend. Takashi, oder? Sie sind aber wirklich sehr höflich für einen so jungen Mann!“, begrüßte ihn Jeal. „Sie können mich ruhig Jeal nennen, meine Frau wäre es wahrscheinlich auch lieber Susan gerufen zu werden, nicht war, Schatz?“

Seine Frau nickte freundlich. „Richtig. Freut mich, Takashi! Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Ihre Mutter spricht sehr oft von Ihnen.“

Takashi wurde rot. Das hatte er nun wirklich nicht erwartet. Seine Mutter trat neben Ihn und lächelte Susan und Jean freundlich an.

„Wie ich sehe, habt ihr meinen Sohn schon kennen gelernt. Dann können wir ja reingehen. Nicht das einer von uns sich noch eine Erkältung einfängt, nicht war, Takashi?“, bemerkte Frau Ichida und sah ihren Sohn mahnend an.  Er wusste es. Die Lederjacke…

Als seine Mutter neben ihm her ging, während Jeal und Susan mit Richard vorne her liefen und sich unterhielten, flüsterte Takashi seiner Mutter zu:

„Endschuldige, Mutter. Ich hatte gerade nur diese Jacke, die zu den Kleidern gepasst hätte…“

Serenity Ichida seufzte und schaute ihren Sohn missbilligend an.

„Dann kümmer dich um neue Kleidung! Du bekommst doch genug Taschengeld, und wenn das nicht reicht, brauchst du mich doch nur um Geld zu bitten! Also wirklich, Takashi, an Geld mangelt es in unserer Familie nun wirklich nicht!“

„Ja. Ich werde Morgen gleich nach der Schule in die Stadt gehen und einkaufen. In Ordnung?“, fragte Takashi ergeben. Er hasste einkaufen, besonders Kleidung einkaufen. Aber er sollte seine Mutter lieber nicht noch mehr verärgern…

„In Ordnung. Aber kauf auch was Anständiges! Da du Morgen ja weder Training, noch irgendein Termin hast, hast du ja genug Zeit dafür. Und achte bitte mehr auf deine Noten, deine Klassenlehrerin hat mich angerufen. Sie sagt, du würdest in letzter Zeit nicht mehr so gut mitkommen. Streng dich mehr an!“

Takashi nickte nur. Zum Glück waren sie jetzt im Restaurant, und seine Mutter musste sich wieder um Ihre Gäste kümmern.

Im Restaurant war es ziemlich warm und es roch nach teuren Parfüms. Takashi hasste diesen Geruch und es wurde ihm Übel davon, doch er ließ sich nichts anmerken. Freundlich und höflich, versuchte er einen guten Eindruck bei Susan und Jeal zu hinterlassen, was ihm bis jetzt gelang. Die beiden bemerkten sehr oft, wie höflich und anständig Takashi doch sei, und das er sehr gut erzogen geworden sei.

„Wie ein richtiger Gentleman! Da kannst sogar du dir was abgucken, Schatz!“, bemerkte Susan und kicherte. Jeal lächelte und erwiderte amüsiert:

„Tja, was soll man da machen? Dann muss ich wohl oder übel Nachhilfeunterricht bei unserem Gentleman machen. Wie wär´s, Serenity?“

Takashis Mutter lachte.

„Oje, ich bin mir sicher, du bist genauso ein Gentleman, Jeal. Takashi kann dir nichts Neues beibringen.“

Takashi aß still seinen Nudelauflauf und hörte nur zu oder nickte bei passenden Situationen. Ihm war Langweilig, wie fast immer, wenn er mit zu solchen Abendessen gehen musste. Doch er durfte auf keinen Fall gehen, da seine Mutter und die Gäste dann bestimmt beleidigt gewesen wären.

Er schaute auf die Uhr: halb 12. Mist, das würde spät mit dem Hausaufgaben machen werden…

 

Es ging schon auf 3 Uhr Morgens zu als Takashi endlich wieder in seinem Zimmer saß und seine Hausaufgaben erledigen konnte. Er hatte nur eine schwache Taschenlampe unter der Bettdecke an und versuchte so, die schwierigen Mathe aufgaben zu lösen. Doch sein Kopf war schwer und benebelt von der Müdigkeit und er konnte sich nicht wirklich konzentrieren, also schrieb er nur irgendetwas hin um wenigstens etwas im Heft stehen zu haben, dann legte er sich schlafen. Er schlief sofort erschöpft ein.

 

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um halb 7 und riss Takashi mitten aus dem Tiefschlaf. Er war noch ziemlich müde vom gestrigen Abend und hatte starken Muskelkater wegen dem Boxtraining davor. Da er immer zu Fuß zur Schule ging, musste er sich beeilen und zog sich in Windeseile an, Frühstückte alleine (seine Mutter schlief noch) und rannte zur Schule. Zum Glück kam er gerade rechtzeitig zum Schulgong an und wurde von seiner „Gang“ am Schuleingang empfangen.

„Hey, alter! Mann, seid wann bist du denn so spät? Das war verdammt knapp!“, bemerkte Tora Takahashi, er ging in dieselbe Klasse und wartete immer auf Takashi.

„War gestern Abend noch aus…“, antwortete Takashi nur und alle bemerkten, dass er ziemlich schlecht gelaunt war und das Thema meiden wollte.

Als Takashi in die Klasse trat, bemerkte er irgendwie sofort Yuki Ichigatsu, der auf seinem Stuhl saß und den Kopf, wie fast immer, auf den Tisch, zwischen seine Arme gelegt hatte. Takashi hasste Yuki nicht, doch irgendwie ging er ihm auf die Nerven, mit seiner stillen, ängstlichen Art. Er war der einzige, der sich nicht wehrte, wenn ihn Takashi provozierte. Noch ein Grund, warum Yuki Ihn nervte.

Doch diesen Morgen hatte Takashi einfach keine Lust, Yuki zu ärgern. Er setzte sich auf seinen Platz, der zufälligerweise zwei Stühle vor Yuki war, und versuchte nochmal die restliche Zeit bis Unterrichtsbeginn, die Mathe Hausaufgaben richtig zu lösen. Er bemerkte zwar die Verwunderten blicke sowohl von seinen Gangmitgliedern Tora und G.P., als auch von Yuki, ignorierte diese aber bewusst und vertiefte sich in die Aufgaben.

Während dem Physikunterricht wurde Takashi plötzlich schlecht und er wurde vom Physiklehrer zur Schulkrankenschwester geschickt.

Diese warf nur einen kurzen Blick in Takashis Gesicht und sagte dann:

„Ganz klar: Übermüdung und Überarbeitung. Leg dich ein bisschen hin, bis dir wieder besser wird.“

Takashi nickte nur, denn er fühlte sich wirklich sehr müde und legte sich in eines der Betten im Krankenzimmer der Schule. Er schlief sofort ein.

 

„Meinst du, wir sollten seine Mutter anrufen? Er ist schon ziemlich bleich…“, hörte Takashi jemanden aus der ferne sagen. Er spürte wärme um ihn herum und er lag ziemlich bequem.

„Ach was! Du hast die Schulärztin doch gehört! Sie hat gesagt, wir müssen uns keine Sorgen machen.“, erwiderte eine andere Stimme flüsternd.

„Aber wenn du weiterhin so laut redest, dann weckst du ihn auf!“

Takashi schlug die Augen auf. Die daraufhin folgende Helligkeit blendete ihn zuerst, doch er gewöhnte sich schnell daran und sah Tora und Lee Tylan, aus der 10-b, neben seinem Bett stehen.

„Takashi! Na, wie geht´s, alles okay?“, fragte Tora locker und lächelte freundlich. Lee wirkte etwas besorgt, schien jedoch erleichtert, dass Takashi wach war.

„Mhm…“, machte Takashi nur und fuhr sich durch die Haare. Er fühlte sich besser als vorher, doch ihm war immer noch schlecht. Wenigstens drehte sich nicht mehr alles, so wie beim Physikunterricht.

„Wir haben deine Schultasche geholt und deine Bücher eingepackt…Wir haben dir auch die neuen Arbeitsblätter in dein Heft gelegt und unsere neuen Hefteinträge kopiert, also hast du alles was wir heute neues durchgenommen haben schon…Wir haben nichts schweres gemacht, also ist es nicht schlimm, dass du gefehlt hast.“, erzählte Tora und wies auf die schwarze Tasche neben dem Bett.

„Danke…“, antwortete Takashi und versuchte aufzustehen.

Die Schulärztin kam gerade herein und schaute Takashi missbilligend an.

„Du willst schon aufstehen? Du hast zwar ein paar Stunden geschlafen, aber du musst dich noch viel mehr ausruhen! Du bist sehr übermüdet und brauchst Schlaf…“, protestierte sie.

Takashi schüttelte leicht den Kopf und merkte, wie ihm noch übler wurde. Er setzte sich wieder kurz auf den Bettrand und stützte sein Kopf in den Händen.

„Siehst du? Leg dich wieder hin, ich geb dir erst einmal etwas gegen die Übelkeit, dann schläfst du noch ein paar Stunden. Danach kannst du gehen, aber vorher nicht!“, sagte die Schulärztin und kramte eine Medikament schachtel aus dem Schrank. Sie reichte Takashi eine kleine, weiße Tablette und ein Glas kühles Wasser.

„Wie spät ist es?“, fragte Takashi zögernd und schaute zu Tora.

„Halb 3. Du hast den ganzen Unterricht verpennt.“, antwortete der und lächelte.

Tora fluchte.

„Tut mir leid, aber ich kann nicht solange hier bleiben! Ich muss noch was erledigen und muss dann direkt nach Hause…“, protestierte Takashi und schaute die Schulärztin kurz an. Dann zog er seine Jacke an, die Tora ihm reichte und packte seine Schultasche.

Um die Schulärztin zu besänftigen, wendete er sich noch kurz an sie.

„Ich werde mich sobald ich zu Hause bin hinlegen und ausruhen. Machen sie sich keine Sorgen, morgen bin ich wieder fit wie ein Turnschuh!“. Die junge Ärztin seufzte und nickte.

Dann ging er von Tora und Lee gefolgt nach draußen.

„Ist wirklich alles okay? Ich meine, du bist wirklich ziemlich bleich…“, bemerkte Lee.

„Jaja, es ist alles okay! Ich muss jetzt noch in die Stadt, danke nochmal für alles…Bye!“, antwortete Takashi und ging schnell zum Busbahnhof, nicht zuletzt um keinen Verdacht auf seine Lüge zu provozieren.

Er schaffte es, ziemlich schnell seine Einkäufe zu beenden, und seufzte erleichtert, als er endlich die Treppe zu seinem Zimmer hochgehen konnte. Völlig erschöpft packte er die Tüten aus und brachte die Kleider zur Wäsche, duschte, und machte schnell die Hausaufgaben. Danach konnte er sich todmüde in sein Bett fallen lassen und schlief direkt ein.

30.1.10 10:34


Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 2: Loneliness

Kapitel 2: Loneliness

 

Endlich konnte ich entspannen. Den Schultag hatte ich jetzt hinter mir, und außer ein paar Kommentare Ichidas, verlief der Tag eigentlich ganz Ruhig.

Ich wollte nicht direkt nach Hause, also rief ich meinen einzigen und besten Freund, Makoto Yoshiwara, an und fragte ihn, ob er Lust hatte in den Imbiss Laden Doragon zu gehen.

„Okay, hab im Moment sowieso nichts zu tun. Bis gleich!“, antwortete er.

„Ja, bis gleich.“, sagte ich und legte auf. Erleichtert machte ich mich auf in Richtung Stadt, wo sich der Doragon Imbiss befand.

 

„Sag mal, warum versuchst du nicht einmal, deinen Traum zu verwirklichen? Einen Versuch ist es ja Wert!“, fragte Makoto zum 1000sten Mal.

Ich seufzte. Wir waren schon bei der zweiten Portion Ramen und ich hatte eigentlich gehofft, diesem Thema ausweichen zu können.

„Makoto…Das Thema hatten wir doch schon…“, lenkte ich ab, doch Makoto ließ sich davon nicht beirren.

„Na und? Bis heute hast du mir keine Richtige Antwort gegeben! Weich nicht immer aus! Antworte doch einfach!“

Ich wusste, dass es keinen sinn hatte, mit Makoto zu streiten. Es würde am Ende sowieso seine Dickköpfigkeit siegen.

„Es gibt doch schon x viele Sänger und Sängerinnen! Außerdem sehe ich gar nicht wie ein Sänger aus und meine Stimme ist auch ganz normal.“, erklärte ich lustlos.

Jetzt war es an Makoto zu seufzen. Ich musste grinsen.

„Oh Mann! Ja, es gibt x viele Sänger! Na und? Du hast deinen eigenen Stil, das ist was dich von den anderen auszeichnet! Dein Aussehen ist Individuell und somit perfekt für die Musikszene! Außerdem ist deine Stimme einzigartig! Hast du dich überhaupt schon mal singen gehört? Oder hast du Watte in den Ohren, wenn du deine Songs singst?“, erwiderte Makoto, etwas bissig. Das war Makoto wie er leibt und lebt…

„Na toll! Wenn ja jetzt schon fast alle sich über mein Aussehen lustig machen, dann stell dir mal die halbe Welt vor! Nee, das mach ich net mit. Mir reicht das hier vollkommen aus.“, antwortete ich stur.

Makoto zischte.

„Was meinst du wie viele sich jedes Jahr bei New Stars zum Affen machen? Die sehen alle belämmert aus, nicht du! Du wirst wahrscheinlich als schüchterner kleiner Emo-boy durchgehen. Die sind bei Frauen eigentlich relativ beliebt.“

Ich wurde rot.

„Na toll, danke!“, murmelte ich sarkastisch. Makoto klopfte mir auf die Schulter und lachte.

„Komm schon, stell dich nicht so an! Ich sag halt immer das was ich denke, dass bist du doch gewöhnt!“

Ich nickte und seufzte. Ja, das war wahr: Makoto sagte genau das was er sah und dachte. Manchmal kam das etwas unerwartet und direkt, aber bei Ihm wusste ich wenigstens was er wirklich dachte…

„Okay, okay. Ich wird´s irgendwann mal versuchen…Aber gib mir noch Zeit, okay? Ich muss erst noch besser werden. Bitte!“, fügte ich hinzu, als ich seinen Gesichtsausdruck sah.

Seufzend nickte er.

„Na gut, wenigstens etwas.“

 

Als ich zu Hause ankam, wurde es schon dunkel. Es war Winter und hier in der Gegend ging die Sonne schon um 6 Uhr unter.

„Yuki! Wo warst du denn so lange? Ich hab mir Sorgen gemacht!“ begrüßte mich Oma besorgt. Schuldbewusst, sah ich den Schokoladenkuchen auf dem Esstisch, den sie wahrscheinlich für mich gebacken hatte. Sie mochte keine Schokolade.

„Tut mir leid, Oma. Ich  war noch mit Makoto im Doragon Imbiss. Ist ein bisschen später geworden, als ich erwartet hatte…“, erklärte ich ausweichend. Oma seufzte.

„Dann hast du wahrscheinlich kein Hunger mehr? Naja, aber für ein Stückchen Kuchen ist ja immer Platz.“

Ich nickte und brachte erst einmal meinen Rucksack in mein Schlafzimmer. Ich zog mich um und ging in die Küche. 

Der Kuchen schmeckte wie immer super lecker.

 

Als ich in meinem Zimmer saß, merkte ich wieder einmal die Stille, die im Haus herrschte, trotz der Anwesenheit meiner Oma. Um mich abzulenken, schrieb ich an meinem Song weiter. Ich setzte mich an mein Keyboard und fing an zu spielen, während ich den Text, den ich schon fertig geschrieben hatte, sang.

 

„So much I once felt,

But now everything is so numb.

One single word that,

Pulls me in the Dark…

That drowns me until I can´t breathe anymore,

And I fall forever…

One single Word

That makes me be lost forever.

 

Please don´t let it come like this again,

Let me go, don´t chase after me anymore,

Those Shadows that it seems I would never be able to shake off…

Save before it´s too late,

Save me from my loneliness.

 

It seems like I´m doing ev´rything wrong,

Destroying what I wanna protect…

I am the one who´s gonna destroy myself.

 

Please don´t let it come like this again,

Let me go, don´t chase after me anymore,

Those Shadows that it seems I would never be able to shake off…

Save before it´s too late,

Save me from my loneliness.

 

Would I be able to breathe one day again?

Would I be able to feel again?

What´s the wrong, what´s the right,

What should I do?

What should I do?

 

Please don´t let it come like this again,

Let me go, don´t chase after me anymore,

Those Shadows that it seems I would never be able to shake off…

Save before it´s too late,

Save me from my loneliness!

 

Never be alone again, never be alone again…

Is it just a dream, that´ll never touch the Reality?”

 

Plötzlich klopfte es an der Tür. Ich hielt inne und seufzte.

„Ja?“

Oma kam rein und schloss die Tür hinter sich.

„Hm, ich wollte mich nur ein bisschen zu dir setzen und dir zuhören…Darf ich?“, fragte sie verlegen. Ich schaute meine Oma an

 

*Anmerkung: Dieser Songtext wurde von mir geschrieben, extra für Mikadzuki. Bitte nicht kopieren, ohne mich vorher zu fragen. Originaltext wurde von mir auf Deutsch geschrieben.

und nickte.

 „Na gut… Die Songs sind aber leider noch nicht fertig…Ich bin an der Melodie noch am arbeiten…“, murmelte ich verlegen und fing wieder an zu spielen. Zuerst zögernd, sang ich wieder von vorne los. Ich vermied es, meine Oma anzuschauen und versuchte Ihre Anwesenheit zu vergessen.

 

Natsugi lauschte sprachlos ihrem Neffen und spürte, wie sich die Atmosphäre um Yuki veränderte. Er wirkte irgendwie befreit, glücklich, wenn er sang. Es schien, als ob er all seine sonst verschlossenen Gefühle in seinem Lied singen würde…Natsugi spürte, wie seine unglaublich klare, starke Stimme ihre Seele, ihr Herz berührte. Dieses Lied schien sowohl traurig, als auch Hoffnungsvoll. Dieser Junge kann wirklich singen.

 

 

Es wurde schon langsam dunkel, als Aiko endlich mit ihrem Tanzkurs fertig war. Wie immer hatte sie von Schulschluss bis 6 Uhr Abends Tanzunterricht, den Ihre Mutter für sie organisiert hatte. Ihre Mutter war Tänzerin und legte sehr viel Wert darauf, dass Aiko auch tanzen konnte. Sie hatte Unterricht in Ballett und Hip Hop, da Aikos Mutter sehr oft bei Konzerten berühmter Schauspieler diese Stile benutzte. Aiko war eine ziemlich gute Tänzerin, musste jedoch trotzdem immer viele Stunden üben. Dazu kamen noch Hausaufgaben und lernen bis in die Nacht, und dann morgens früh aufstehen um in die Schule zu gehen. Doch mittlerweile hatte sich Aiko an die ständige Müdigkeit gewohnt. Sie ging in ihr Zimmer und fing mit den Hausaufgaben an. Dabei musste sie ziemlich aufpassen, dass Ihre Gedanken nicht in Richtung Yuki Ichigatsu wanderten, da sie sehr oft unbewusst an Ihn dachte. Leider fehlte ihr nur immer der Mut, um mit Ihm zu sprechen.  Sie seufzte.

Wie gerne würde sie ihm helfen…Ihr tat es immer weh, ihn von anderen gemobbt zu sehen…Doch sie traute sich einfach nicht, dazwischen zu gehen.

 

 

Erschöpft ließ sich Takashi auf sein Bett fallen und seufzte. Das Boxtraining war gerade vorbei und er spürte, wie der Muskelkater sich langsam bemerkbar machte. Trotz der Schmerzen liebte er Muskelkater. Erst dann wusste er, dass er sich angestrengt hatte und alles gegeben hatte. Er fühlte sich lebendig.

Es klopfte an seiner Zimmertür.

„Junger Herr, Frau Ichida hat mich gebeten ihnen Bescheid zu sagen, dass sie sich duschen und anziehen sollen. Heute Abend werden sie mit Ihr ausgehen und unter sehr wichtigen Leuten sein.“, kündete der Bodyguard seiner Mutter, Richard, an. Er war schon fertig angezogen, im schwarzen Anzug und mit Krawatte. Takashis Mutter stellte immer nur gutaussehende Muskelpakete ein, worüber Takashi selbst nur seufzen konnte. Seine Mutter war manchmal ziemlich seltsam.

„Okay, ich geh dann duschen. Danke.“, antwortete er und schleppte sich in das riesige Bad, dass neben seinem Zimmer lag und ihm gehörte. Wiedermal müsste er seine Hausaufgaben Nachts machen, wenn er von diesem „Date“ zurückkam. Er seufzte.

Nachdem er sich fertig geduscht und angezogen hatte, ging er die riesige Treppe der Villa nach unten, um sich seiner Mutter, die in der noblen Eingangshalle stand und wartete, zu präsentieren.

„Guten Abend, Mutter. Endschuldige mich bitte für das Warten, ich bin heute später von dem Boxtraining gekommen.“, meldete er sich an. Seine Mutter schien ziemlich genervt und schlecht gelaunt.

„Guten Abend Takashi. Wenn das nochmal vorkommt, dann muss ich dein Boxtraining streichen, verstanden? Ich kann diese Leute nicht einfach warten lassen. Schließlich habe ich einen Ruf zu verlieren. Jetzt geh schon mal nach draußen, die Limousine steht schon dort. Und denk an deine Manieren, wenn wir auf die Leute treffen.“, befahl Takashis Mutter, mit einem kontrollierenden Blick in Richtung der Klamotten, die Ihr Sohn anhatte. Eine dunkle Jeanshose und ein Schwarzes Hemd, dazu noch Silberketten und einem Armband. Seine Schuhe waren eine Art von Stiefel, die Blitzblank waren.

„Und das nächste Mal lasse ich dich so nicht aus dem Haus, verstanden? Schäm dich.“

Beschämt ging Takashi nach draußen. Er hatte eigentlich gedacht, dass diese Art von Kleidung seiner Mutter gefallen würde, denn er zog normalerweise nie solche Kleider an. Betrübt stieg er in die Schwarze Limousine ein und wartete auf seine Mutter. Diese jedoch stieg mit Richard und einem Prominenten Ehepaar in eine andere Limousine ein, und so saß Takashi alleine in der schwarzen Limousine, die die weiße seiner Mutter folgte.

28.1.10 21:57


Meine Bilder Part 1

Bilder sind von mir, ist aber sehr wahrscheinlich das ich alle nochmal zeichne, da ich nicht zufrieden bin.

23.1.10 21:04


Mikadzuki- Rising Fullmoon Kapitel 1: Silence

Kapitel 1: Silence

 

Es gibt viele Menschen die eigentlich recht zufrieden mit deren Leben sind…

Diese Menschen haben Freunde, lachen und blödeln mit anderen herum…Doch ich konnte nie mit anderen lachen…Ich konnte kaum mit anderen reden.

 

Wie immer fuhr ich heute mit dem Zug in die Schule, da ich etwas weiter weg wohne. Meine Oma hat sonst nirgends einen Platz gefunden, wo wir auf die Schnelle hätten hinziehen können. Überhaupt war Oma viel zu alt um mitten in die Stadt zu ziehen, denn dort lag meine Schule, die Kishou Shunshuu*, eine extrem Anspruchsvolle Japanisch- Amerikanische Schule. Meine Mutter hatte sehr gute Kontakte und schaffte es so mich dort hin zu platzieren, aber natürlich ging es ihr darum mich loszuwerden.

Aber was soll´s, das bin ich sowieso gewohnt.

Der Zug kam heute mit 5 Minuten Verspätung, also setzte ich mich auf eine der noch freien Bänke und hörte Musik mit meinem neuem Ipod. Wie jeden Morgen war ich früh dran, ich wollte so schnell wie möglich raus aus dem Haus. Die Stille, die dort herrschte war irgendwie sehr laut…Ich musste wohl langsam Verrückt werden…

Ein lautes Klingeln riss mich aus meinen Grübeleien und ich sah, wie mein Zug langsam anhielt. Zum Glück musste ich doch nicht so lange warten wie befürchtet und stieg hastig ein.

„Ticket?“, blaffte mich der Schaffner unfreundlich an. Wie immer erwartete man von mir, ich sei ein Schwarzfahrer. Das kotzte mich sowas von an, aber ohne eine Miene zu verziehen kramte ich meine Abo-Karte aus der Hosentasche und zeigte sie neutral dem Schaffner, der daraufhin leicht mürrisch nickte und „Na gut“, murmelte.

 

Anmerkung: *Kishou: werdende, erhebende   Shunshuu: Genies

Seufzend ließ ich mich auf einem Sitz in der Ecke nieder und verstaute

die Karte wieder in der Hosentasche. Um diese Uhrzeit war der Zug nicht ganz so voll wie Mittags, was mir ein bisschen Erleichterung verschaffte.

Die ganze Fahrt über starrte ich aus dem Fenster und dachte über die mir bevorstehenden Stunden ungewollt nach.

Als ich aus dem Zug trat, beschlich mich ein ungutes Gefühl. Zögernd trat ich aus der Bahnhofshalle und steuerte auf die Hauptstraße zu.

 

„Hey Jungs, schaut mal wer da schon so früh ist? Unsere kleine Yuki-chan! Heute mal wieder ganz schüchtern, was? Wieder mal in eine Steckdose gefasst?“, hörte ich hinter mir rufen.

Ich seufzte. Diese Stimme kannte ich nur allzu gut und wünschte mich sofort irgendwo anders hin.

Ich ging weiter und versuchte die Gruppe hinter mir zu ignorieren.

„Hey, was meint Ihr? Hat seine Mutter Ihn von zu Hause rausgeschmissen? Wahrscheinlich steht schon eine riesen Schlange vor der Haustür! Oder meint Ihr, sie ist selber abgehauen weil sie Ihn nicht mehr ansehen konnte? Hahahahah!“, dröhnte es hinter mir. Ich ging weiter.

„Wahrscheinlich ist Yuki-chan mal wieder schlecht gelaunt! Hast du etwa deine tage, oder warum ignorierst du mich? Oder hast du etwa schiss, du Hosenscheißer?“, fuhr er fort.

Takashi  Ichida, der Anführer der beliebtesten Jungs-Clique auf der ganzen Schule. Er geht in dieselbe Klasse wie ich und ist immer derjenige, der die anderen anstachelt. Er ist zwar genauso alt, wird aber von älteren ziemlich respektiert, da er anscheinend sehr stark ist. Außerdem ist seine Mutter eine berühmte Amerikanische Sängerin, die im Moment sozusagen am Gipfel Ihres Erfolgs steht.Ich habe selbst viele CDs von Ihr und höre gerne Ihre Songs, aber zugeben wurde ich das nie vor Takashi Ichida.

Ichida wird sehr schnell ungeduldig und hasst es, wenn man ignoriert, aber es ist auch nicht sehr viel besser, wenn man auf seine Sticheleien antwortet…

„Hey, du Psycho! Ignorier mich gefälligst nicht, oder es setzt was, kapiert!?“, hörte ich Ihn drohen und spürte, wie mich etwas von hinten schubste. Natürlich war es Ichida gewesen. Ich stolperte, konnte aber grade noch das Gleichgewicht halten und drehte mich um. Ichida stand breit grinsend vor mir, um Ihn herum 4 andere Schüler der Oberstufe aufgebaut. Ich hatte zwar keine Angst vor Ihm, war aber auch nicht grade Wild auf eine Prügelei mit Ichida. Er war klar im Vorteil, und außerdem hasste ich eigentlich Gewalt.

„Oooh, hat dich dieser kleine Schubser etwa wütend gemacht? Warum rennst du nicht nach Hause und flennst dich bei deiner Mami aus? Ah, stimmt ja! Sie ist ja mit anderen beschäftigt und hat dich rausgeschmissen!“, höhnte Ichida bösartig grinsend.

Ich biss leicht die Zähne zusammen, blieb aber ansonsten Ruhig.

„Warum nervst du zur Abwechslung nicht mal deine Freunde und lasst mich in Ruhe?“, versuchte ich zu kontern, doch meine Stimme war eher leise und anscheinend nicht so einschüchternd.

Ichida und seine Clique brach in Gelächter aus.

„Na, wenigstens hab ich Freunde, die ich nerven kann, im Gegensatz zu dir, du Geistesgestörter Freak!“

Ich drehte mich um und ging etwas schneller als normal zur Ampel, die gerade auf grün sprang.

„Hahahah! Hab ich etwa einen Wunden Punkt getroffen? Sei doch nicht gleich beleidigt, Yuki-chan!“, rief Ichida lachend, doch zum Glück war die Ampel schon auf rot gesprungen, und so war ich wenigstens ein paar Minuten gerettet. Aber in der klasse, würde es bestimmt schlimmer werden…Wie schlimm wollte ich mir gar nicht erst ausmalen und vertiefte mich in die Songs auf meinem IPod.

 

 

Weiter weg, bei Yuki zu Hause, saß seine Oma, Natsugi Ichigatsu, gerade am Frühstückstisch. Sie wusste, warum Yuki immer schon Früh aus dem Haus ging und hasste es, nichts tun zu können. Sie wusste auch von seinem Verhältnis gegenüber seinen Mitschülern Bescheid und hoffte, mit einem Gespräch mit der Direktorin das Problem aus der Welt schaffen zu können, doch sie hatte sich getäuscht.

„Es tut mir Leid, Frau Ichigatsu! Aber wir können uns nicht um jeden einzelnen Schüler kümmern, der Probleme mit seinen Klassenkameraden hat! Wenn er ein Richtiger Schüler dieser Schule wäre, wüsste er sich dagegen zu wehren und auf zivilisierte das Problem selbst zu beseitigen.“, hatte die Direktorin nur erwidert und schaute Natsugi nicht einmal an.

„Mein Enkel hat noch nie Irgendeine Form von Gewalt angewandt, geschweige denn unzivilisiert gehandelt. Yuki ist immer ein sehr höflicher, junger Mann gewesen und wurde schon in jungen Jahren des Anstands belehrt.“, antwortete Natsugi daraufhin, etwas wütend. Sie konnte nicht glauben, wie die Direktorin mit Ihren Schülern umging. Vielleicht war sie aber auch nur zu bestimmten Schülern so Kalt. Diesen Verdacht hegte Natsugi schon seit längerem und wird von Zeit zu Zeit nur noch darin bestärkt.

„Mir ist klar, wie sich meine Schüler sowohl im Unterricht, als auch gegenüber Ihren Mitschülern verhalten, Frau Ichigatsu, Danke. Ich habe auch nicht behauptet, dass Ihr Enkel das Gegenteil wäre, ich kann nur nicht jedem Schüler hinterherlaufen und deren Probleme für Ihn oder Sie lösen. Haben sie bitte Verständnis dafür! Wenn es das ist, was sie mit mir besprechen wollten, dann bitte ich sie jetzt zu gehen. Ich habe noch sehr viel zu tun.“, entgegnete die Direktorin mit eiskaltem Blick und machte eine kleine Bewegung in Richtung Tür. Natsugi erkannte, dass sie soviel reden konnte wie sie wollte, aber die Direktorin würde Ihre Meinung ja sowieso nicht mehr ändern. Niedergeschlagen kam Natsugi an dem Tag nach Hause und erzählte was passiert war. Seitdem hatte sich Yuki von seiner Oma entfernt und ging morgens immer schon los, wenn Natsugi noch schlief.

Wehmütig blickte sie in die Ferne, ohne auf etwas Bestimmtes zu achten.

Wie gerne sie Yuki doch wenigstens einmal Lachen sehen würde…

Sie beschloss mit Ihrer Tochter zu reden und wählte deren Nummer in Japan.

 

20 Minuten zu Früh betrat ich das Klassenzimmer der 10A. Wie immer, war ich der erste, was ich immer erleichtert feststellte, und sank erschöpft auf meinem Platz nieder. Ich legte meine Schultasche unter den Tisch und legte meinen Kopf auf den kleinen Tisch. Ich lauschte angestrengt ob jemand kam, doch ich hörte nichts. Diese Stille war die einzige, die ich mochte. So saß ich eine Zeit lang da, bis ich plötzlich Schritte von dem Gang aus hörte. Es waren nicht die Schweren Schritte, die Ichida immer machte, eher leichte, fast schon schüchterne Schritte. Ich hörte, wie derjenige leicht zögerte, bevor er ins Klassenzimmer trat.

„Ähm…Guten Morgen, Ichigatsu-kun!“, hörte ich eine sanfte, schüchterne Stimme leise sagen.

Es war Aiko Mizushi, eine der wenigen Klassenkameraden, die mich normal behandeln.

„Morgen, Mizushi-san.“, grüßte ich zurück, während ich mich aufrecht hinsaß und sie ebenfalls schüchtern anlächelte.

Sie wurde rot und setzte sich auf Ihren Platz, vor meinem. Da ich nicht recht wusste, was ich Aiko sagen sollte, schwieg ich einfach und starrte das Fenster raus.

Nach einigen Minuten Schweigens, hörte ich wieder Schritte auf dem Gang, diesmal mehrere…Ich seufzte.

„Na wenn das nicht unsere Yuki-Chan ist? Oho, ganz allein mit Mizushi-san? Da haste wohl eine Freundin gefunden, die mit dir über Make-up und so ´n quatsch sprechen kann!“, rief Ichida, als er die Klasse betrat. Diesmal waren nur zwei meiner Klasse bei Ichida; Tora Takahashi und G.P. Kyosaki. Beide waren auch Teil von Ichidas Clique, nervten aber bei weitem nicht so wie Ichida selbst.

Ich ignorierte Ichida und starrte wieder aus dem Fenster. Da Ichida Lautstark damit beschäftigt war, über meine Mutter und deren Mysteriösen Lover zu überlegen, würde ich nochmal davonkommen ohne mich mehr mit Ihm einzulassen.

Erneut ging die Klassentür auf und Kaede Tsuschi, Norelle Keithlyn, Davon Ryson, Tokyo Ammon und Tyler Jackson kamen lautstark lachend rein. Zum Glück beachteten sie mich nicht besonders und begrüßten Aiko und Ichida, Tora und G.P.

Nach ein paar Minuten trafen auch die restlichen ein, und Takuto- sensei folgte Ihnen wenig später in die Klasse. Endlich, der Unterricht begann.

23.1.10 20:46


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